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<title>BVB Fundament</title>
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<description>yet another little forum</description>
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<title>Finale verloan</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eintrag von Herr Hrdlicka, Sonntag, 20. Mai 2012, 20:54:</em></p><p><p><strong>Dominanz im Spiel, frenetische Fans, der Mythos der unschlagbaren Deutschen im Elfmeterschießen: <br />
Doch der Gewinner der Champions League heißt FC Chelsea.</strong>   von Markus Völker<br />
 <br />
<img src="http://www.taz.de/uploads/images/460x229/schweini-lahm-dpa.jpg" alt="[image]" /><br />
(gelungenes dpa-Foto – erinnert mich an ein <strong>Vexierbild</strong>)</p>
<p>&quot;Eine halbe Stunde vor Mitternacht kam eine große Entgeisterung über die Stadt. Überall, wo die Münchner Massen das Finale schauten, auf der Theresienwiese, im Olympiastadion und in der Arena draußen in Fröttmaning, von wo aus das Unheil seinen Lauf nahm, breitete sich lähmendes Entsetzen aus. </p>
<p>Dieses Entsetzen führte zu weiteren Symptomen einer in Windeseile heraufziehenden fußballbedingten Depression: Fassungslosigkeit, innere Leere, stille Wut. <strong>Aus dem 'Mia san mia’, das nicht nur auf tausenden T-Shirts als Sinnspruch prangte, sondern auch fest in den Köpfen der bajuwarischen Fußballfreunde verankert ist, wurde ein: 'Mia san a Häuferl Elend’.  </strong>(…)</p>
<p><strong>(Didier Drogba)</strong>, (d)er Chelsea-Profi, <strong>der wie kein Zweiter die Robustheit des Londoner Teams verkörpert,</strong> überlistet den Bayern-Keeper.<br />
 <br />
Es tritt ein, was nicht sein darf, was in der Stadt München, die vor Selbstgewissheit und Vorfreude zu platzen schien, schlichtweg nicht vorgesehen war. Chelsea gewinnt die Champions League nach Elfmeterschießen. (…)</p>
<p><strong>Dieses Chelsea, das (…) in der B-Note klar das schwächere Team ist. Dieses Chelsea, das wieder mal ein Kapitel Antifußball zu schreiben scheint. Dieses Chelsea, das seit dem Halbfinale gegen den FC Barcelona für alle Fußballästheten ein rotes Tuch ist. Kann das wahr sein? Ist das gerecht? </strong></p>
<p><strong>Es ist ein Triumph des Ergebnisfußballs</strong> über eine Münchner Mannschaft, die leidenschaftlich für diesen Titel gekämpft hat, aber an sich selbst scheiterte und an <strong>Chelseas Chuzpe.</strong> (…). Die Kicker des russischen Milliardärs Roman Abramowitsch agierten defensiv, versuchten sich hier und da an einem Konter und schienen die Kräfte für eine etwaige Verlängerung zu sparen.<br />
 <br />
<strong>Forechecking war erst tief in der Chelsea-Hälfte angesagt. Aus der Vierer-Abwehrkette wurde auch gern mal ein Siebenerriegel. Chelsea spielte so, als hätten sie gar kein richtiges Interesse daran, dieses Finale zu gewinnen. </strong>Schwer zu sagen, warum sie so verhalten kickten. <strong>War es Gottvertrauen in die Fähigkeiten des Didier Drogba?</strong> Das heimliche Wissen darum, dass allein sie an diesem Abend von Fortuna geküsst werden?  (…)</p>
<p>(Jupp Heynckes:) ‚<strong>(S)ie haben <em>praktisch</em> gespielt.’</strong> Sollte wohl heißen: <strong>Wir waren klar das bessere Team, wir hätten den Titel verdient gehabt. </strong>(…) 'Wir müssen uns allerdings hinterfragen: <strong>Warum haben wir die Tore nicht gemacht?’ </strong></p>
<p>Die Dimension der Niederlage hatte Bayern-Manager <strong>Christian Nerlinger</strong> als Erster begriffen. (…) Es sei alles 'wie ein <strong>Albtraum,</strong> wie ein <strong>schlechter Film’</strong>. <strong>Während der FC Bayern sich</strong> von der übergroßen Erwartungshaltung inspirieren ließ und <strong>diverse Chancen <em>erarbeitete</em>,</strong> <strong>machte sich Chelsea ans Werk der <em>Chancenvereitelung</em>.</strong> So hatten sie schon den große FC Barcelona mürbe gemacht. (…)</p>
<p>Es hätte ein Spiel werden sollen, das eine Elf und vor allem Präsident Uli Hoeneß unsterblich macht. <strong>'Unsere Stadt, unser Stadion, unser Pokal'</strong> hatte die Bayern-Kurve vor Anpfiff choreografiert – so wollte es im Grunde die ganze Stadt sehen. (…) <strong>Nichts weniger als eine historische Partie sollte da gespielt werden, ein Match, in dem der FC Bayern jene <em>Selbstgewissheit</em> findet, <em>die dem Rekordmeister in den Duellen mit Borussia Dortmund nach fünf Niederlagen in Serie abhanden gekommen war.</em> </strong></p>
<p>Durch die Überhöhung ist der emotionale Absturz nun umso schmerzhafter; wer hoch fliegen möchte, stürzt mitunter tief. <strong>Im Tal der Tränen wandelte nicht nur ein Bastian Schweinsteiger, der in seiner Enttäuschung nicht mal mehr Bundespräsident Joachim Gauck die Hand reichen wollte (…)</strong></p>
<p>'Ich bin leer', sagte Bayerns Torschütze Thomas Müller. Er stand wie seine Kollegen unter Schock. <strong>Es wird nun schwer werden, diese Leere wieder mit Inhalt zu füllen.&quot;</strong></p>
<p><a href="http://www.taz.de/Chelsea-gewinnt-Champions-League/!93668/">http://www.taz.de/Chelsea-gewinnt-Champions-League/!93668/</a><br />
(Hervorh.; H.R.)</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://www.bvb-fundament.de/index.php?id=35261</link>
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<pubDate>Sun, 20 May 2012 20:54:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Herr Hrdlicka</dc:creator>
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