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<title>BVB Fundament</title>
<link>http://www.bvb-fundament.de/</link>
<description>yet another little forum</description>
<language>de</language>
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<title>@Earl wegen Episoden</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von Dammes, Samstag, 02. November 2013, 07:29:</em></p><p><blockquote><blockquote><p>Sach ma, hast Du schon einen Verleger?</p>
<p>Solltest Du mal drüber nachdenken......</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Schlimm genug, dass ich euch damit penetriert habe <img src="images/smilies/smile.png" alt=":-)" /></p>
</blockquote><p>Ganz im Gegenteil!</p>
<p>Außerdem war es eine Penetration der besonderen Art<img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" /></p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 02 Nov 2013 07:29:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dammes</dc:creator>
</item>
<item>
<title>@Earl wegen Episoden</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von earl, Samstag, 02. November 2013, 05:53:</em></p><p><blockquote><p>Sach ma, hast Du schon einen Verleger?</p>
<p>Solltest Du mal drüber nachdenken......</p>
</blockquote><p>Schlimm genug, dass ich euch damit penetriert habe <img src="images/smilies/smile.png" alt=":-)" /></p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Sat, 02 Nov 2013 05:53:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>earl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ich muss...</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von Olli, Freitag, 01. November 2013, 16:48:</em></p><p><p>... gerade an </p>
<p>- KPI<br />
- Hamma, der Ar..<br />
- 12 Apostel</p>
<p>denken.</p>
<p>Und an nen krummen Stock.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 01 Nov 2013 16:48:22 +0000</pubDate>
<dc:creator>Olli</dc:creator>
</item>
<item>
<title>No Country For Old Men</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von earl, Donnerstag, 31. Oktober 2013, 19:19:</em></p><p><p>Ich kann meine Augen kaum aufhalten, aber es graut mich vor dem Bett.</p>
<p>Ein Grappa kann wirklich ein hervorragendes Getränk sein. Ich mag die barrique ausgebauten besonders gerne, aber es gibt milde, die wie Engelspippi auf der Zunge lieben.</p>
<p>&quot;Here My Dear ist eine Abrechnung mit der Ex. Sie hat ihn bei der Trennung abgezockt ohne Ende. Wahrscheinlich konnte er sich nicht an sich halten.&quot; <br />
&quot;Das trägt man trotzdem nicht so in die Öffentlichkeit.&quot; <br />
&quot;Aber geil ist die Musik trotzdem. Und ich kann den Mann verstehen.&quot; </p>
<p>Wie ausgeglichen er wirkt. Manchmal poltert er allerdings immer noch los, wenn es um Menschen geht, die materielle Werte vor Menschlichkeit stellen. Er bringt dann den Hajnalfluch über Sie. Möge Gott ihn erhören. </p>
<p>Nach einer Weile beruhigt er sich und kann über sich lachen. Wir erzählen uns die Scheiße, die wir gebaut haben. Er bereut nichts, aber ein zwei Dinge würde er heute anders machen. Wir erzählen über unsere Frauen. Er zärtlich, ich berührt. Die Orte, an denen wir sie geliebt haben, sind leer. </p>
<p>Ich schenke nach als Fred Knittle sich zu uns setzt. Der Glanz seiner Augen erinnert mich an die Feuer von Mordor. Eine Stahlpresse erklingt von Weitem.</p>
<p><em>Lights will guide you home<br />
And ignite your bones<br />
And I will try to fix you </em></p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Thu, 31 Oct 2013 19:19:01 +0000</pubDate>
<dc:creator>earl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>@Earl wegen Episoden</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von Dammes, Mittwoch, 30. Oktober 2013, 22:20:</em></p><p><p>Sach ma, hast Du schon einen Verleger?</p>
<p>Solltest Du mal drüber nachdenken......</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 30 Oct 2013 22:20:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dammes</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 5 Die Bulgaren</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von earl, Mittwoch, 30. Oktober 2013, 19:57:</em></p><p><p>Es ist mittlerweile November geworden. Die Sonne fällt auf die wenigen goldenbraunen Blätter. Das tiefe Tuckern der Dieselmotoren der Rheinschiffe wird von der Stahlpresse des Hüttenwerks übertönt. Abends ist das Panorama großartig bei Stahlanstich, das Feuer von Mordor von weitem zu sehen. </p>
<p>Es gibt sogar eine Kneipe am Rhein. Man erreicht sie über eine Stahltreppe nach hinten versetzt. Das Interieur ist aus dunklem Eichenholz. Die Hängeschränke hinter der Theke tragen Verzierungen. Die Fenster sind mit Lambrequins geschmückt. Hinter den schwer verglasten Türen der Hängeschränke wartet eine Batterie Underberg auf mich. Der alte Mann hinter der Theke trägt eine gelbe Krawatte und zapft hervorragendes Pils. Er hat freundliche Augen. Er erzählt von der Zeit, da neben seiner Kneipe noch sieben Weitere in Wanheim geöffnet hatten. Wenn ein Wirt in Urlaub ging, mussten die anderen die zusätzliche Last auffangen. Deswegen hat man untereinander die Urlaubsplanung abgestimmt. </p>
<p>Heute sind nur wenige Menschen da. Duisburg ist eine sterbende Stadt. </p>
<p>Zwei junge Männer bauen sich in der Kneipe auf. Sie tragen schwarze Koffer bei sich. Einer ist klein, muskulös und kahlgeschoren, der andere schlank, groß und trägt pechschwarzes Haar. Zwei schwarze Ringe zieren seine unbewegten Augen. Auch seine eingefallenen Wangen und Lippen zeigen keinerlei Rührung. Die beiden schauen sich kurz an und flüstern einander zu. Der mit den schwarzen Augenringen öffnet den Koffer und holt eine Klarinette raus, der andere eine Gitarre. </p>
<p>Die ersten Töne der Katjuscha ertönen - natürlich, wer solche Augen hat, muss slawisch, melancholisch veranlagt sein. Die Klarinette nimmt mich mit der Katjuscha in den Bann. Ich wähle Ihre Nummer, sage &quot;Hör mal!&quot; und halte das Handy in den Raum. Ich höre Ihr Schluchzen zu dem Lied. Podmoskownyje Wetschera. Jetzt erinnere ich mich. Es waren nicht die, aus dem Rahmen gefallenen Sätze, die mich berührten. Es war der flüchtige Blick, den ihre unruhigen Augen mir kurz zuwarfen. Ihr Schluchzen schnürt mir die Kehle zu. &quot;Wir telefonieren gleich nochmal, OK?&quot; </p>
<p>Das Publikum ist begeistert, der alte Mann mit Krawatte möchte die Musiker für ein Grillfest engagieren. Sie glauben, er will ihre bulgarischen Pässe sehen und verschwinden. </p>
<p>Wir haben uns nur einmal flüchtig gesehen. Ich wusste nicht mehr so genau, wie sie aussah. Aber die beiden verfluchten Bulgaren haben alles verändert.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://www.bvb-fundament.de/index.php?id=41357</link>
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<pubDate>Wed, 30 Oct 2013 19:57:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>earl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 4 Ein Scherz</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von earl, Mittwoch, 30. Oktober 2013, 14:21:</em></p><p><p>Ich habe mich des flüchtigen humanen Augenblicks während meiner Duisburger Streifzüge erinnert und ihr eine SMS geschickt. &quot;Die Stadt ist dreckig genug für uns beide&quot;. Doch sie wollte von Dreck nichts wissen. </p>
<p>Wochen vergingen, und sie schrieb mir über einen weiteren, kleinen Stich, den das Leben ihr zufügte. &quot;Ich werde einen Whiskey auf dich trinken, heute nacht.&quot; </p>
<p>Wochen vergingen und ich beschloss, daß eine durchzechte Nacht zu zweit eine Abwechslung sein könnte. Keine Romanze, aber einfach mal wieder die eigene Stimme im Gespräch hören, Wiederworte vernehmen, sich für Augenblicke wie ein Mensch fühlen. Sie nahm an. </p>
<p>&quot;Ready whenever you are&quot; kam pünktlich zur verabredeten Zeit ihre SMS an. Kein Problem, bin in wenigen Augenblicken am anderen Ende der Stadt. High Voltage Music dröhnt aus den Lautsprechern. Der Speaker hämmert die Bässe präzise in die Magengrube, die Bahn ist frei, der Abend angerichtet. Ich weiss nicht mehr so recht, wie sie aussieht, aber ich weiß, daß es ein guter Abend wird. </p>
<p>Ein Anruf in Abwesenheit bei meiner Ankunft. Ein Anruf von ihr. Ich rufe kurz zurück. Sie kann mich nicht treffen. Der Tod hat ihr Wertvolles geraubt heute Abend und sie muss sich kümmern.</p>
<p>Es ist ein Scherz, den der Tod da macht. Er lässt zappeln und haut sich die Schenkel blutrot vor Freude.</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 30 Oct 2013 14:21:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>earl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 1 Der Zauberberg</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von earl, Mittwoch, 30. Oktober 2013, 09:41:</em></p><p><p>Wir sind auf dem Weg nach Berlin. Die Fahrt wird lang, ein Sieg ist nicht zu erwarten, aber wir lachen Tränen.</p>
<p>&quot;Kennst du die Bleistiftszene aussem Zauberberg?&quot;. &quot;Aber, ja&quot;. Er dreht sich während der Fahrt nach hinten und kramt eine dicke CD-Box - das Zauberberg Hörbuch. &quot;Geil!&quot;. <br />
Er trägt das geschnürte Retrotrikot, ich mein goldenes Internationales. Wofür brauchst du internationale Trikots? Um sich an die guten Zeiten zu erinnern. </p>
<p>Wir lauschen dem Sprecher. Wir sind schon im Osten, die Strecke ist halbwegs frei. Im Westen staute es sich elendig - wie immer freitags. Wir sind kurz nach Köln schon runter von der Eins, aber das bergische Land ist auch nicht wirklich frei. Anfangs sind wir beide massiv genervt davon. Er nimmt in Wuppertal eine rote Ampel mit und wird geblitzt. Das wirkt komischerweise beruhigend. </p>
<p>K. hört Musik, die ich sonst eher nicht höre. Jazz, Funk, Soul. </p>
<p><strong>Jay Bee.</strong> </p>
<p>Motown ist geil. Und der Godfather of Soul ein unmenschlicher Tänzer. </p>
<p><strong>Jay Bee.</strong> </p>
<p>Hip Hop ist unser gemeinsamer Playground. I'll House You der Jungle Brothers ein kleiner Streitpunkt. </p>
<p><strong>Jay Bee.</strong> </p>
<p>Dann gibt es noch eine Witzfigur, die wir zwischen Bielefeld und Hannover mit allem erdenklichen Spott bedenken. Der Mann ist in den Tagen überall präsent. Frauen, die wir sonst lieben, lieben Jay Bee - zumindest in unseren Erzählungen. <br />
Wir spotten über Frauen, die wir lieben - er spottet zärtlich, ich hämisch. </p>
<p>Irgendwo bei Braunschweig stehen wir wieder. Wir schweigen. Wir werden heute Abend einen Grappa trinken. Als im Osten endlich die Bahn etwas freier ist, haben wir beide keine Lust mehr auf Musik. Gert Westphal hat einen wundervollen Flow.</p>
<p><em>&quot;Gern&quot;, sagte er. &quot;Du musst ihn mir nach der Stunde aber bestimmt zurückgeben.&quot; Und zog sein Crayon aus der Tasche, ein versilbertes Crayon mit einem Ring, den man aufwärts schieben musste, damit der rot gefärbte Stift aus der Metallhülse wachse.</em></p>
<p>Wir brüllten vor Lachen. Gert Westphal sprach unverdrossen weiter als wir die obskursten Aspekte der Bleistiftleihe beleuchteten. Er sprach stoisch weiter, als Ruhe einkehrte. Als ich ganz allein für mich war, erreichte mich seine Stimme. </p>
<p><em>Allein dieser Sieg der Keuschheit sei nur ein Schein- und Pyrrhussieg, denn der Liebesbefehl lasse sich nicht knebeln, nicht vergewaltigen, die unterdrückte Liebe sei nicht tot, sie lebe, sie trachte im Dunkeln und Tiefgeheimen auch ferner sich zu erfüllen, sie durchbreche den Keuschheitsbann und erscheine wieder, wenn auch in verwandelter, unkenntlicher Gestalt.</em> </p>
<p>Wir waren endlich in Berlin ganz kurz vor unserem Ziel. &quot;Ich möchte heute Abend beim Grappa noch mit dir sprechen&quot;. Berlin wird K. festhalten und nie mehr loslassen.</p>
<p><em>Das sage ich Ihnen aber gleich: Ein Fall wie Ihrer heilt nicht von heute bis übermorgen, Reklameerfolge und Wunderkuren sind dabei nicht aufzuweisen.</em></p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://www.bvb-fundament.de/index.php?id=41341</link>
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<pubDate>Wed, 30 Oct 2013 09:41:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>earl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 3 Augusthitze</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von Dammes, Dienstag, 29. Oktober 2013, 23:56:</em></p><p><p>Alter, Du hast es drauf!</p>
<p>Sensationell!!!</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 29 Oct 2013 23:56:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dammes</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 3 Augusthitze</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von earl, Dienstag, 29. Oktober 2013, 19:57:</em></p><p><p>Es war der heißeste Tag des Jahres. Jede Bewegung in der Hitze kostete Überwindung und Kraft. Wir trafen uns im Kino. Es war nicht kühl, aber dunkel. Der perfekte Ort an diesem Tag, um ein Date zu inszenieren. Nach dem Abenteuer im Hafen bestand Aussicht auf körperliche Interaktion. Ich wollte nicht gestört werden, habe mein Handy stumm gestellt. Sie war gut gelaunt. </p>
<p>Ich lag halb in meinem Sitz, meine Hand nur Milimeter von ihren Schenkeln entfernt, die Hitze war deutlich an meinem Handrücken zu spüren. Aber etwas ließ meinen Arm verkrampfen.  </p>
<p>Der Biergarten am Rhein war prall gefüllt, die Kellnerin schaffte es nicht mehr die Getränke rechtzeitig zu bringen. Meine Hand klammerte sich an eine Grapefruitschorle, die schwere Augusthitze machte mir zu schaffen. Ich schätzte ab, ob wir nun lang genug da saßen um gehen zu können. Ein Getränk noch, dann würde ich gehen, verärgert, daß ich diesen Tag so vergeudet habe. Nichts würde mir ihn jemals wiederbringen. Noch nicht einmal ein Blitz schlug ein. Der Ärger hörte nicht auf, bis ich zu Hause angekommen war. </p>
<p>Ein Blick auf das Handy hat alles geändert. Ein Anruf in Abwesenheit von K. Wir haben eine Weile nicht miteinander gesprochen. Wir haben uns gezofft. Nicht seriös, aber durchaus schmerzlich. <br />
Der Anruf hat nun meine Laune deutlich gehoben, scheiß auf die blöden Frauengeschichten, scheiß auf den verschwendeten Tag. Ich sprach auf seine Mailbox, freudig erregt. Gab ihm Namen, die wir in Berlin ausgemacht haben und habe mich gefühlt, als ob der nächste Ausritt mit ihm ganz kurz bevorstehen würde. <br />
Ich war wieder bereit meinen ganz normalen Alltag anzunehmen, also öffnete ich ein Bier, nahm einen Schluck und surfte das Fundament an. Die Nachricht stand schmucklos, informativ gehalten. Sie machte keinen Sinn. Ich verstand sie nicht. </p>
<p>Subjekt gefolgt von Prädikat. K. ist verstorben. </p>
<p>Für einen Augenblick dachte ich, das ginge doch nicht. Ich habe ihn doch gerade gesprochen, die alten Namen gegeben, die vertraut knappen Männerbotschaften ausgetauscht. <br />
Die Augustschwüle machte meine Gedanken so langsam, wie meine Körperbewegungen über den Tag. <br />
Du hast mit der Mailbox gesprochen, sagte ich mir. Du hast eine Maschine so vertraut angesprochen. Der Krampf hat die Kehle nun ganz gepackt und meine Brust gequetscht. Ich musste versuchen etwas zu lockern, um Sauerstoff in die Lungen zu bekommen. </p>
<p>Als ich im Kino saß, rang K. um sein Leben. Unser Streit würde sich nicht mehr auflösen lassen. </p>
<p>In Köln habe ich jahrelang in der Szene gearbeitet - den üblichen Kellnerjob mit anderen Musikern geteilt. Wir haben uns die Bühnen der Stadt geteilt, wir haben Poetry Slams in einem Boxring organisiert. In jeder Runde trat ein Dichter an, angekündigt von unserer Ringrichterin, die mit entblößtem Busen auch das Urteil verkündete. <br />
Oder wir haben Parties mit DJs und Videoprojektionen organisiert an Orten, die Ruine hießen und zumindest Männern ein Pissrinne zur Erleichterung boten. Frauen mussten sich zu Dutzenden ein einziges Klo teilen. Die meisten von ihnen suchten irgendwo Alternativen.<br />
Einmal sollen die Damen sich angeblich aus dem Fenster in den Hof erleichtert haben. Ich saß betrunken vor der Wohnungstür, als ein aufgebrachter Nachbar bewaffnet mit einer Pistole die Party stürmte. </p>
<p>Aber am liebsten legte ich Platten in einem komplett schwarz bemalten Laden, der mit Schwarzlicht ausgeleuchtet war, mit dem Namen L auf. Mein Freund Abel leitete ihn und gab mir neben Freigetränken auch eine kleine Gage. Die aufregendsten Frauen Kölns waren dort und machten mich jeden Freitag zum König der Nacht. </p>
<p>Abel verstarb innerhalb von wenigen Monaten. Auf der Beerdigung war ganz Köln auf den Beinen, alles, was etwas galt in der Kulturszene. Immerhin hat Abel seinen Sohn noch kurz lieben dürfen. Meinem Mitbewohner Peter war es nicht vergönnt. Der Krebs hat ihn so schnell verzehrt, daß er noch nicht einmal die Gelegenheit hatte sich zu verabschieden. Sein Sohn kam erst nach seinem Tod zur Welt. We can share the women, we can share the wine. Zwei Freunde innerhalb weniger Tage hat der Tod mir weggerissen. </p>
<p>Der Tod hat mich aus der Bahn katapultiert. Damals in Köln und später in Duisburg. </p>
<p>Ich bin ruhelos im Dreck von Duisburg herumgestreunt, bin zu den indischen Slums geflogen und in die verkoteten Straßen von Duisburg zurückgekehrt. Ich suchte nach Poetry Slams in Ruinen. Ich wollte mich nur noch betäuben. </p>
<p>Ich kann noch nicht einmal sagen, wo es war, aber auf einem dieser Streifzüge traf ich sie. Die Unterhaltung war entworfen, um als Oberflächlichkeit in den Reißwolf der Erinnerung zu gelangen. Ein oder zwei Sätze sind aber verunglückt und ich war seltsam berührt.</p>
<p>Die Einsamkeit der Duisburger Nacht wurde mir zum Vertrauten.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://www.bvb-fundament.de/index.php?id=41339</link>
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<pubDate>Tue, 29 Oct 2013 19:57:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>earl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 7 60 mpH</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von Dammes, Dienstag, 29. Oktober 2013, 12:53:</em></p><p><p>Weiter so Earl, gib alles<img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" /></p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://www.bvb-fundament.de/index.php?id=41333</link>
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<pubDate>Tue, 29 Oct 2013 12:53:19 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dammes</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 7 60 mpH</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von Schwejk, Dienstag, 29. Oktober 2013, 12:27:</em></p><p><p>&quot;Es gibt kein Land auf Erden, in dem nicht die Liebe Verliebte zu Dichtern macht.&quot; So Voltaire doch recht nüchtern/prosaisch.<img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" /></p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 29 Oct 2013 12:27:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>Schwejk</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 7 60 mpH</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von earl, Dienstag, 29. Oktober 2013, 12:07:</em></p><p><p>I don't know if I told you, but I'm seeking sanctuary</p>
<p>Ich bin geflüchtet und doch stehen geblieben. Sie hat mich angeschaut, ihre Arme unsicher verschränkt, bereit zu weinen. Schlaksig habe ich sie umarmt und ging.</p>
<p>You'll never guess the things that I do</p>
<p>Wenn ich an ihrer Tür klinge, wird sie mich anschauen, ihre Arme unsicher verschränkt. Ich werde sie sanft lösen, in meine Arme nehmen, sie küssen und versprechen zurückzukommen. Ich werde die Debussy Hände leicht berühren und dann gehen.</p>
<p>I'll have the devil round for tea</p>
<p>Wenn ich an ihrer Tür klinge, wird sie mich anschauen, ihre Arme unsicher verschränkt. Ich werde sie sanft lösen, in meine Arme nehmen, sie küssen. Wir werden uns lieben. Am frühen Morgen werde ich mich davon schleichen. Ich werde ihr schreiben, dass ich wiederkomme.</p>
<p>Don't you know that I'm here beside you <br />
Can't you see that I can't relax </p>
<p>Aber ich bin weiter gefahren. Der Abend war zu heilig, um etwas Gewöhnliches daraus zu machen. </p>
<p>When I saw you in my rearview<br />
You could've stopped me in my tracks</p>
<p>Wir tranken irischen Whiskey, wir hörten sanfte Lieder aus dem Radio, eine langgezogene Feedback Sequenz einer Gitarre. Ich glaubte einen Sirenengesang zu vernehmen. They All Must Be Slaughtered. Unmerklich breiteten sich die Obertöne im Raum aus, dehnte ihn und eroberten ungeahnte Ecken. Kaum spürbar war die Steigung der Lautstärke. Die Obertonlandschaft chargierte als der Bass, die Kick und ein gedämpftes Crashbecken einen Hauch von Rhythmus pulsierten. Quälend langsam vollzog sich dieses Intro. Quälend lang vibrierte das fragile Konstrukt weiter. Der liebliche Gesang der Sirene wehte nun klar vernehmbar an mein Ohr. </p>
<p>Die Wolken brachen auf und die Sonne ergoss ihre Strahlen. Über den schottischen Seen erstrahlte eine Kathedrale aus Licht, nur geschaffen, um in meine Augen gespiegelt zu werden. Ich bin hineingesprungen um nie mehr aufzutauchen. Die Erde um die Seen fing an zu beben, rüttelte mich bis ins Mark. Striemen von papiern schimmernden Händen. </p>
<p>Why don't you run over here and rescue me?</p>
<p>Es gibt keinen Halt in dem Inferno. Ich will auch nicht halten, will mich hingeben der göttlichen Macht dieses Augenblicks. Er möge nie aufhören. Love is like jazz. The same song a million times in different ways. </p>
<p>Ich kann mich heute noch erinnern an ihr kaum spürbares Gewicht auf meinem Körper, an das Mal knapp über dem Hintern. Sie machte mir ihr Heiligstes zum Geschenk. Aber nichts ist mir stärker in Erinnerung geblieben als ihre Augen, in denen ich ertrunken bin und die Beben, die das begleiteten. A million times in different ways.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://www.bvb-fundament.de/index.php?id=41329</link>
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<pubDate>Tue, 29 Oct 2013 12:07:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>earl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 2 Ein Versprechen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von Herr Hrdlicka, Montag, 28. Oktober 2013, 23:07:</em></p><p><blockquote><p>Ich kann nicht viel über sie sagen. Ich erinnere mich immerhin an ihren Namen. </p>
<p>Der Italiener im Hafen ist semiedel. Manchmal reißt sie ein wenig heraus aus der Verkrampfung. Dann lockert sich mein Oberkörper auch ein wenig auf. Aber gut, daß das verpflichtende Essen irgendwann zu Ende ist.</p>
<p>Es ist der Abend eines Augusttages, der unter einer Hitzewaltze gelitten hat. Es kommt Wind auf, der aber nicht wirklich die Verkrampfung lösen kann. Wir gehen vorbei an den illuminierten Kunstwerkstätten, die Globalisierungsjunkies bedienen. Ein Kran und die Statue eines Werftarbeiters erfüllen die Erwartung an die malerische Szenerie. Die schrägen Gehry Bauten sind eine Sensation für die Augen, genau wie der Fernsehturm mit der futuristischen Uhr, die der zufällige Tourist sich erklären lassen muss. <br />
Bis zur Altstadt schlendern wir nebeneinander und berühren uns nicht. Wir werden uns überhaupt nicht berühren - wir wissen es nur noch nicht so genau. Das tiefe Tuckern der Dieselmotoren der Rheinschiffe und die sich brechenden Lichter der futuristischen Uhr auf der Wasseroberfläche, die Hitze der Nacht, die nun zunehmend vom Wind gemildert wird, könnte man erfolgreich auf Internetplattformen vermarkten, die einsame Menschen zusammenbringen. So könnten Kinder gezeugt werden, die im Wonnemonat Mai geboren würden. Ich glaube, alle Maikinder sind in Wahrheit Hitzekinder des August. </p>
<p>Wir berühren uns nicht, werden es nicht tun, aber wir hätten es tun können, als der große Regen kam. Innerhalb von Sekunden war alles ein Fliessen des Wassers an der Brust, an den Oberschenkeln. Die Schuhe waren gefüllt mit Wasser. Ihr Haar fiel in dicken Strähnen, die das Wasser gebildet hat. Ein Kuss und wir hätten uns auf dem Rücksitz des Autos lieben können. </p>
<p>Vielleicht war es der Tod, der anklopfte, der diese Erleichterung der Hitze verhindert hat. Er grinste nur wenige Meter entfernt. Er schlich sich unmittelbar vor dem Regen an. Ich kenne nur herannahende Gewitter, wo man am zeitlichen Abstand des Donners vom Blitz die räumliche Entfernung abschätzen kann. An der Statue des Werftarbeiters glaubte ich einen Strich der Peitsche neben meinem Ohr zu vernehmen und wie ein Silvesterknaller traf der Blitz eine freie Fläche zwei Meter von uns entfernt. Unlogisch, dachte ich noch. Der Blitz sucht sich doch in dem Fall normalerweise den Menschen. Wir waren so dicht beieinander, daß es zwischen uns geknistert hätte, so feucht wie wir waren. (...)</p>
</blockquote><p><strong>Vermutlich in der  Nacht vom 2o. zum 21. November 1912:</strong></p>
<p>“Es ist ja ein so schlimmes, schweres Leben, wie kann man auch einen Menschen mit bloßen geschriebenen Wor-<br />
ten halten wollen, zum Halten sind die Hände da. Aber in dieser Hand habe ich die Deine, die ich zum Leben un-<br />
bedingt nötig habe, nur drei Augenblicke lang halten dürfen, als ich ins Zimmer trat, als Du mir die Reise nach Palästina versprachst und als ich Narr Dich in den Aufzug steigen ließ. Darf ich Dich also küssen? Aber auf diesem kläglichen Papier? Ebensogut könnte ich das Fenster aufreißen und die Nachtluft küssen. Liebste, sei mir nicht böse! Ich verlange von Dir nichts anderes. Franz“ </p>
<p><strong>24. Dezember 1912:</strong></p>
<p>“Schreien auf der Gasse und der Brücke, so ich eigentlich keinen Menschen sehe. Glockenläuten und Uhren-<br />
schlagen), mich noch trostloser und vergrabener machten und die eigentliche Aufgabe meines Blickes das Herumwandern auf der Zimmerdecke schien, - dachte ich daran, wie froh ich sein muss, dass es das Unglück <br />
will, dass ich nicht bei Dir bin. Ich müsste das Glück Deines Anblicks, das Glück des ersten Gespräches, das Glück, mein Gesicht in Deinem Schoß zu verstecken – ich müsste alles dies zu teuer bezahlen, ich müsste damit bezahlen, dass Du vor mir wegliefest, gewiss weinend wegliefest, denn Du bist die Güte, was aber würden mir die Tränen helfen. Und dürfte ich Dir nachlaufen? Dürfte gerade ich das tun, der Dir ergeben ich wie keiner? (…)  <br />
In Deinem letzten Brief steht ein Satz, Du schriebst ihn schon einmal, ich wohl auch: »Wir gehören unbedingt zusammen.« Das ist, Liebste, tausendfach wahr, ich hätte z.B. jetzt in den ersten Stunden des neuen Jahres keinen größern und keinen närrischeren Wunsch, als dass wir an den Handgelenken Deiner linken und meiner rechten Hand unlösbar zusammengebunden wären. Ich weiß nicht recht, warum mir das einfällt, vielleicht weil <br />
vor mir ein Buch über die Französische Revolution mit Berichten von Zeitgenossen steht und weil es immerhin möglich ist - ohne dass ich es allerdings irgendwo gelesen oder gehört hätte -, dass einmal auf solche Weise zusammengebunden ein Paar zum Schafott geführt wurde. - Aber was läuft mir denn da alles durch den Kopf, <br />
der übrigens heute gegen meinen armen Roman ganz und gar verschlossen war. Das macht die 13 in der neuen Jahreszahl. Aber die schönste 13 soll mich nicht hindern, Dich, meine Liebste, näher, näher, näher zu mir [zu] ziehn. Wo bist Du denn jetzt? Aus welcher Gesellschaft hebe ich Dich heraus?   Franz</p>
<p><strong>Vom 11. zum 12. II. 1913:</strong></p>
<p>“(…) Kaum hast Du unsere Zusammenkunft in Berlin beschrieben, habe ich schon von ihr geträumt. Vielerlei, aber ich weiß kaum mehr etwas Deutliches darüber zu sagen, nur das allgemeine Gefühl, eine Mischung von Trauer und Glück habe ich noch von jenem Traum in mir. Wir gingen auch auf der Gasse spazieren; die Gegend ähnelte merk-<br />
würdig dem Altstädter Ring in Prag, es war nach 6 Uhr abends (möglicherweise war dies die wirkliche Zeit des Traumes), wir gingen zwar nicht eingehängt, ab er wir waren einander noch näher, als wenn man eingehängt ist. Ach Gott, es ist schwer, auf dem Papier die Erfindung zu beschreiben, die ich gemacht hatte, um nicht einge-hängt, nicht auffällig und doch ganz nahe bei Dir zu sein, damals, als wir über den Graben gingen, hätte ich Dir zeigen können, nur dachten wir damals nicht daran. Du eiltest geradeaus ins Hotel, und ich stolperte zwei Schritte von Dir entfernt auf dem Trottoirrand vorwärts. Wie soll ich es also nur beschreiben, wie wir im Traum gegangen sind? Während beim bloßen Einhängen sich die Arme nur an zwei Stellen berühren und jeder einzelne seine Selbständigkeit behält, berühren sich unsere Schultern und die Arme liegen der ganzen Länge nach an-<br />
einander (…)   Franz“</p>
<p>Franz Kafka an Felice Bauer</p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 28 Oct 2013 23:07:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Herr Hrdlicka</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 6 Die Augen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von Dammes, Montag, 28. Oktober 2013, 20:50:</em></p><p><blockquote><blockquote><blockquote><p>wagte ich jetzt die kesse Frage:<br />
“Von wem ist das?“ <img src="images/smilies/smile.png" alt=":-)" /></p>
</blockquote></blockquote></blockquote><blockquote><blockquote><p><br />
Ich vermute mal keck, vom Earl himself<img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" /></p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Wegen der &quot;dezenten Einsprengsel&quot; hatte<br />
ich exakt dieselbe Vermutung wie Du,<br />
lieber Dammes!</p>
<p>Sorry, noch ganz unter dem Eindruck des <br />
unter die Haut gehenden Textes habe ich<br />
mich wohl etwas &quot;verquer&quot; ausgedrückt. <img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" /> </p>
<p><span style="color:#000;"><strong>S</strong></span><span style="color:#c93;"><strong>g</strong></span><span style="color:#000;"><strong>G</strong></span> nach Süddeutschland<br />
Herr Hrdlicka</p>
</blockquote><p>Nöö, ich verstehe Dich gut<img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" /></p>
</p>]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 28 Oct 2013 20:50:08 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dammes</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 6 Die Augen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von Herr Hrdlicka, Montag, 28. Oktober 2013, 20:15:</em></p><p><blockquote><blockquote><p>wagte ich jetzt die kesse Frage:<br />
“Von wem ist das?“ <img src="images/smilies/smile.png" alt=":-)" /></p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Ich vermute mal keck, vom Earl himself<img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" /></p>
</blockquote><p>Wegen der &quot;dezenten Einsprengsel&quot; hatte<br />
ich exakt dieselbe Vermutung wie Du,<br />
lieber Dammes!</p>
<p>Sorry, noch ganz unter dem Eindruck des <br />
unter die Haut gehenden Textes habe ich<br />
mich wohl etwas &quot;verquer&quot; ausgedrückt. <img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" /> </p>
<p><span style="color:#000;"><strong>S</strong></span><span style="color:#c93;"><strong>g</strong></span><span style="color:#000;"><strong>G</strong></span> nach Süddeutschland<br />
Herr Hrdlicka</p>
</p>]]></content:encoded>
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<guid>http://www.bvb-fundament.de/index.php?id=41319</guid>
<pubDate>Mon, 28 Oct 2013 20:15:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Herr Hrdlicka</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 2 Ein Versprechen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von herb, Montag, 28. Oktober 2013, 19:47:</em></p><p><p>Realität? Nur ein Kuss<br />
Rendezvous mit dem Tod<br />
Der Tod hat sich letzte Nacht<br />
zu mir aufs Bett gesetzt<br />
mir lächelnd aus seinen kalten<br />
Augen zugezwinkert</p>
<p>Ich war doch sehr verwundert<br />
fand ihn eigentlich<br />
sehr höflich und ganz nett<br />
Er fragte mich sogleich<br />
ob ich ihn begleiten wolle</p>
<p>Ich war verwirrt<br />
war mir so gar nicht sicher<br />
ob meine Zeit<br />
jetzt wirklich schon gekommen</p>
<p>Ich fragte ihn<br />
wer ihn geschickt<br />
wohin die Reise gehen solle<br />
ob ich bei Nichtgefallen<br />
auch umkehren könne?</p>
<p>Er zuckte enttäuscht<br />
seine Schultern<br />
und meinte nur<br />
wer solche Fragen stelle<br />
sei wohl noch nicht bereit<br />
ihm zu folgen</p>
<p>Ich solle vorher<br />
überdenken was ich wolle<br />
bevor ich nach ihm rufe<br />
denn seine Zeit sei kostbar<br />
er habe alle Hände voll zu tun</p>
<p>Entrüstet und erbost<br />
erwiderte ich<br />
wie er auf den Gedanken komme<br />
ich hätte ihn gerufen<br />
und was das Ganze solle?</p>
<p>Etwas gereizt entgegnete er<br />
ich müsse wissen<br />
dass es vollauf genüge<br />
sein Leben nicht zu lieben<br />
um ihn damit zu rufen</p>
<p>Außerdem entnerve ihn<br />
dass es in heut’gen Tagen<br />
Mode sei ihn anzubeten<br />
ohne ernsthaft nachzudenken</p>
<p>Er tue seit ew’gen Zeiten<br />
nur was ihm aufgetragen<br />
erfülle nur seine Pflicht<br />
uns Menschen zu begleiten</p>
<p>Kaum hatte er es ausgesprochen<br />
war er auch schon verschwunden<br />
und ich saß wieder ganz alleine<br />
mit offnem Mund auf meinem Bett</p>
<p>Ich muss noch hin und wieder<br />
über seine Worte grübeln<br />
doch denk ich mittlerweile<br />
es wär’ das Beste<br />
ich versuche<br />
einfach nur zu leben!</p>
<p>Ich werde ihn schon früh genug<br />
zur letzten Reise treffen</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://www.bvb-fundament.de/index.php?id=41318</link>
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<pubDate>Mon, 28 Oct 2013 19:47:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>herb</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 2 Ein Versprechen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von Dammes, Montag, 28. Oktober 2013, 17:01:</em></p><p><p>Hamma!</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://www.bvb-fundament.de/index.php?id=41316</link>
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<pubDate>Mon, 28 Oct 2013 17:01:58 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dammes</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 2 Ein Versprechen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von earl, Montag, 28. Oktober 2013, 16:53:</em></p><p><p>Ich kann nicht viel über sie sagen. Ich erinnere mich immerhin an ihren Namen. </p>
<p>Der Italiener im Hafen ist semiedel. Manchmal reißt sie ein wenig heraus aus der Verkrampfung. Dann lockert sich mein Oberkörper auch ein wenig auf. Aber gut, daß das verpflichtende Essen irgendwann zu Ende ist.</p>
<p>Es ist der Abend eines Augusttages, der unter einer Hitzewaltze gelitten hat. Es kommt Wind auf, der aber nicht wirklich die Verkrampfung lösen kann. Wir gehen vorbei an den illuminierten Kunstwerkstätten, die Globalisierungsjunkies bedienen. Ein Kran und die Statue eines Werftarbeiters erfüllen die Erwartung an die malerische Szenerie. Die schrägen Gehry Bauten sind eine Sensation für die Augen, genau wie der Fernsehturm mit der futuristischen Uhr, die der zufällige Tourist sich erklären lassen muss. <br />
Bis zur Altstadt schlendern wir nebeneinander und berühren uns nicht. Wir werden uns überhaupt nicht berühren - wir wissen es nur noch nicht so genau. Das tiefe Tuckern der Dieselmotoren der Rheinschiffe und die sich brechenden Lichter der futuristischen Uhr auf der Wasseroberfläche, die Hitze der Nacht, die nun zunehmend vom Wind gemildert wird, könnte man erfolgreich auf Internetplattformen vermarkten, die einsame Menschen zusammenbringen. So könnten Kinder gezeugt werden, die im Wonnemonat Mai geboren würden. Ich glaube, alle Maikinder sind in Wahrheit Hitzekinder des August. </p>
<p>Wir berühren uns nicht, werden es nicht tun, aber wir hätten es tun können, als der große Regen kam. Innerhalb von Sekunden war alles ein Fliessen des Wassers an der Brust, an den Oberschenkeln. Die Schuhe waren gefüllt mit Wasser. Ihr Haar fiel in dicken Strähnen, die das Wasser gebildet hat. Ein Kuss und wir hätten uns auf dem Rücksitz des Autos lieben können. </p>
<p>Vielleicht war es der Tod, der anklopfte, der diese Erleichterung der Hitze verhindert hat. Er grinste nur wenige Meter entfernt. Er schlich sich unmittelbar vor dem Regen an. Ich kenne nur herannahende Gewitter, wo man am zeitlichen Abstand des Donners vom Blitz die räumliche Entfernung abschätzen kann. An der Statue des Werftarbeiters glaubte ich einen Strich der Peitsche neben meinem Ohr zu vernehmen und wie ein Silvesterknaller traf der Blitz eine freie Fläche zwei Meter von uns entfernt. Unlogisch, dachte ich noch. Der Blitz sucht sich doch in dem Fall normalerweise den Menschen. Wir waren so dicht beieinander, daß es zwischen uns geknistert hätte, so feucht wie wir waren. Ein perfektes Motiv für das Cover eines AC/DC Tribute Albums.</p>
<p>Der Tod hat sich aber nur angekündigt, kurz den Hut gehoben, sich verbeugt und versprach wiederzukommen. </p>
<p>Der Blitzeinschlag hat ihr Gesicht beleuchtet. Dann kam der große Regen und wir rannten die wenigen Meter, die wir noch zu gehen hatten. Dieser kurze Anblick, die Nässe am Körper, der schnelle Atem vom Rennen - von der Angst - es hätte sich entladen können auf dem Rücksitz meines Autos. Wir hätten uns noch einige Male treffen können und nach einer endlosen Reihe von Peinlichkeiten hätten wir uns verabschiedet für immer. </p>
<p>Der Tod hat sich aber angekündigt. Vielleicht ist deswegen die Hitze des Augusts in den Gliedern verblieben. Wir sehen uns wieder, haben wir uns versprochen. Ein Rendezvous mit dem Tod wird es werden.</p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://www.bvb-fundament.de/index.php?id=41313</link>
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<pubDate>Mon, 28 Oct 2013 16:53:43 +0000</pubDate>
<dc:creator>earl</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Episode 6 Die Augen</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antwort von Dammes, Montag, 28. Oktober 2013, 07:53:</em></p><p><blockquote><p>wagte ich jetzt die kesse Frage:<br />
“Von wem ist das?“ <img src="images/smilies/smile.png" alt=":-)" /></p>
</blockquote><p>Ich vermute mal keck, vom Earl himself<img src="images/smilies/wink.png" alt=";-)" /></p>
</p>]]></content:encoded>
<link>http://www.bvb-fundament.de/index.php?id=41308</link>
<guid>http://www.bvb-fundament.de/index.php?id=41308</guid>
<pubDate>Mon, 28 Oct 2013 07:53:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dammes</dc:creator>
</item>
</channel>
</rss>