"Wie geht es uns Herr Küppersbusch?"
taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?
Friedrich Küppersbusch: „Entweder redet und schreibt Sarrazin aus Überzeugung einen himmelschreienden Blödsinn oder er macht es mit einem verachtenswerten Kalkül.“ Wolfgang Schäuble.
taz: Was wird besser in dieser?
F. K.: CDU putscht, Schäuble wird Kanzler.
taz: Norbert Röttgen reiht sich ein in eine Serie gescheiterter Männer: Roland Koch, zu Guttenberg, Christian Wulff. Zufall oder Konzept?
F. K.: Männer in unserem Alter: Da machst du jede noch so unlogische Laune mit, erzählst den Leuten fadenscheinige Begründungen für ihre Schrullen – und eines Morgens wirst du wach und sie hat einen Dickeren. Die örtliche CDU konnte die Plakatwände ‚Unser Land hat das Beste verdient – Norbert Röttgen’ noch nicht mal abräumen, da verzichtet Merkel schon auf eine Erklärung, ob das nun vor der Wahl gelogen war oder jetzt die Besten gefeuert werden.
Nebenaspekt: die genderkorrekte Parole, wonach Frauen eine andere Qualität in die Politik einbrächten, kann man dank Merkel getrost belächeln. Bisher mag man sie sprichwörtlich am Ufer sitzen gesehen haben – wartend, bis die Leichen ihrer Feinde vorbeitrieben. Nun hat sie angefangen, die Jungs ins Wasser zu rempeln. Die Verlockung, sich schadenfreudig über ihre gescheiterten Kollegen zu beugen, hindert die Opposition an der klaren Fokussierung auf ihr Problem: Merkel. (…)
taz: Beim Spiel Düsseldorf gegen Berlin liefen Fans aufs Spielfeld. Herthas Manager Preetz fabulierte etwas von Todesangst. Sind Berliner so: große Klappe und im Ernstfall Schisser?
F. K.: Kollege Ralf Sotscheck meldet, seine Hertha-Socken verbrannt zu haben. Düsseldorf ist durch.
taz: Und was machen die Borussen?
F. K.: Kein Wort zu Bayern.
http://www.taz.de/Die-Woche/!93694/
![[image]](http://www.taz.de/fileadmin/Fotogalerien/Plagiate.jpg)
(taz Fotogalerie)