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BVB-Fans gegen Abschaffung von Stadion-Stehplätzen

Herr Hrdlicka, Donnerstag, 24. Mai 2012, 15:48

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„’Als Mitgliederabteilung des BVB, dem Verein mit Europas größter Stehplatztribüne,
können und müssen wir derartige Forderungen in aller Konsequenz zurückweisen’“,
hieß es in einer am Donnerstag verbreiteten Mitteilung der Fan- und Förderabteilung
des BVB mit ihren rund 9000 Mitgliedern.“

http://www.westline.de/fussball/borussia-dortmund/BVB-Fans-wehren-sich-gegen-Abschaffung-von-Stadion-Stehplaetzen;art2003,970324

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(Quelle: Westfälischer Anzeiger)

http://www.rp-online.de/sport/fussball/bundesliga/fans-wehren-sich-gegen-abschaffung-stehplaetzen-1.2843770

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BVB-Fans gegen Abschaffung von Stadion-Stehplätzen

Kruppi, Donnerstag, 24. Mai 2012, 15:59 @ Herr Hrdlicka

Ach was sind sie empört - die Fans. Dann sollen sie sich auch so benehmen. Im Stadion und außerhalb.

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BVB-Fans gegen Abschaffung von Stadion-Stehplätzen

Olli @, Dortmund, Donnerstag, 24. Mai 2012, 16:07 @ Kruppi

Ach was sind sie empört - die Fans. Dann sollen sie sich auch so benehmen. Im Stadion und außerhalb.

Machen sie doch. Am Pöbeln und flitzen sind doch immer die Opas im Unterrang.

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BVB-Fans gegen Abschaffung von Stadion-Stehplätzen

Kruppi!, Donnerstag, 24. Mai 2012, 16:25 @ Olli

Ich habe sehr konkrete Erfahrungen mit Dortmunder Fans, und das sind keine Opas. Es mag ja sein, dass ältere Stadionbesucher gelegentlich zur Pöbelei neigen. Sie sind aber nicht der Kern des Problems.

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BVB-Fans gegen Abschaffung von Stadion-Stehplätzen

Olli @, Dortmund, Donnerstag, 24. Mai 2012, 16:47 @ Kruppi!

Nö, da hast Du Recht.

Der Kern des Problems ist der überall immer mehr abnehmende Anstand.

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BVB-Fans gegen Abschaffung von Stadion-Stehplätzen

Kruppi!, Donnerstag, 24. Mai 2012, 16:51 @ Olli

Nö, da hast Du Recht.

Der Kern des Problems ist der überall immer mehr abnehmende Anstand.

Unbedingt. Wenn man sich dagegen wehrt, erntet man Überraschung.

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BVB-Fans gegen Abschaffung von Stadion-Stehplätzen

Herr Hrdlicka, Freitag, 25. Mai 2012, 17:46 @ Olli

Der Kern des Problems ist der überall immer mehr abnehmende Anstand.

Höflichkeit

"Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich an einem kalten Wintertage recht nahe zusammen, um durch die gegenseitige Wärme sich vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln, welches sie dann wieder voneinander entfernte. Wenn nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher zusammenbrachte, wiederholte sich jenes zweite Übel, so dass sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung voneinander herausgefunden hatten, in der sie es am ehesten aushalten konnten.

So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Inneren entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden und bei welcher ein Beisammensein bestehen kann, ist die Höflichkeit und feine Sitte. Dem, der sich nicht in dieser Entfernung hält, ruft man in England zu: keep your distance (bleib mir vom Leibe!)" (Arthur Schopenhauer)

Was ist denn genau „Höflichkeit“, „feine Sitte“, Anstand?

Handelsübliche, eher irritierende und auch „haarige“ Definitionen“:

* Manche Leute glauben, größere Eigenschaften berechtigen sie, die kleinen gesellschaftlichen Konventionen, die Regeln des Anstands, der Höflichkeit oder der Vorsicht zu vernachlässigen – das ist nicht gut getan.
(Adolph Freiherr von Knigge)

* Beim Genie heißt es: Lass dich gehen! Beim Talent: Nimm dich zusammen!
(Marie von Ebner-Eschenbach)

* Der Gehorsam heuchelt Unterordnung, so wie die Angst vor der Polizei Anständigkeit heuchelt.
(George Bernard Shaw)

* Menschen in Massen verlieren ihren Sinn für Anstand.
(John Galsworthy)

Mit welchem „Kollektiv“ haben wir es denn aktuell in „unseren“ Fußballstadien zu tun; gibt es den typischen „Stadiongeher“, ist der heutige Fan aus anderem Holze geschnitzt als sein Vorgänger?

Der Kommentator von „reviersport“, den ich - zugegebenermaßen reichlich umständlich - jetzt endlich einführe, spricht von einer „Gespensterdiskussion“ und titelt: „Krieg den Ureinwohnern“:

„Was ist das für eine Gespenster-Diskussion, die gerade geführt wird, um die Zustände in den Fußballstadien? Wer macht sich gerade zum Sprecher von wem und gegen was? Und wer nimmt wem was weg?

Vielleicht sollte man sich zunächst mal vergegenwärtigen, dass Fußball im Kern ein Rabaukenspiel ist. Auf dem Platz agieren Rüpel, es wird geflucht und geschnauzt, gefoult und weggeputzt. Auf den Rängen ist das ungefähr ähnlich. Romantiker können aufatmen, denn nach dem Abpfiff ist das meiste vergessen. Aber noch in den siebziger, achtziger Jahren war der Stadionbesuch gerade auch deswegen bei Menschen mit bildungs-
bürgerlichem Hintergrund vollkommen verpönt.
(…)

Dann kamen die Marketing-Strategen, die VIP-Loungen und der Typus Fan, der sich „brennend für seinen“ Verein interessiert - „gegen wen geht‘s denn heute?“. Das proletarische „Gras fressen“ wurde sogar von immer mehr Frauen als sexy empfunden. Plötzlich war sie da, die neue Kundschaft des Fußballs, hochgezüchtet von den Medien-Marktschreiern, die Fußball zur Mode machten, zum Event, zum Zirkus. Die Ureinwohner der Stadien wurden, sofern der Folklore dienlich, nur noch geduldet. Schlagen sie über die Stränge, gibt es die derzeitigen Diskussionen. (…)

Dabei sind es 'Ultras', die den Stadionbesuch zu einem 'Erlebnis' machen, wenn man es denn so nennen will. Mit unendlicher Mühe und immer auch beachtlicher Kreativität bringen sie Herzblut in eine größtenteils durch den Kommerz vollständig versiffte ehemalige Gegenwelt zur Mainstream-Unterhaltung. Sie sind das Salz in der Suppe. (…)

Natürlich sind unter diesen Fans, die „ihr“ Spiel nicht freiwillig abgeben an den Anzug-Mob aus den VIP-Räumen, auch etliche Bekloppte. Vermutlich in dem Verhältnis zur Gesamtbevölkerung wie in allen anderen Bereichen. Logisch, dass es total verstrahlt ist, in einer eng stehenden Menschenmenge mit Feuer herumzumachen.

Aber was soll das jetzt, aus diesen klaren Rechtsverstößen von ganz wenigen eine Diskussion zu entfachen, die wie eine Kriegserklärung an die Ureinwohner der Stadien wirkt? Auf jeder Aktionärsversammlung, auf jeder linken Autobahnspur findet man weit mehr Asozialität und Menschenverachtung als in einer Fußballfankurve. … Wenn sich all die Showmaster und Talkgäste (…) nicht mehr sicher fühlen, dann sollen sie in ihren Bungalows bleiben. Im Stadion vermisst sie niemand. In den Talkshows allerdings auch nicht.“

http://www.reviersport.de/195071---rs-kommentar-fussball-ultras-pranger-gestellt.html

Noch ’n Spruch zum Ausklang: "Gute Erziehung hat einen schrecklichen Nachteil:
Sie schließt einen von vielem aus." (Oscar Wilde) :-D

Suche ihn imma noch, meinen exakten Sitz- odda Stehplatz … ;-)

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SgG Herr Hrdlicka

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BVB-Fans gegen Abschaffung von Stadion-Stehplätzen

Kruppi!, Freitag, 25. Mai 2012, 18:08 @ Herr Hrdlicka

Ultras sind nicht Ultras. Ein Großteil von ihnen ist für anstrengende Choreographien verantwortlich. Sie mit Unruhestiftern, Schlägern und Säufern in einen Topf zu werfen, wird der Realität nicht gerecht. Sie in die aktuelle Debatte mit einzubeziehen, müssen diese Menschen als Gesichtsschlag empfinden. Sie zünden keine Bengalos oder stürmen grundlos Plätze, weilsie sich i.d.R. in dem Sport auskennen. Schlimm genug, dass ein paar Verblendete die Diskussion derartig anstacheln, so dass auch über die Stehplätze in Dortmund nachgedacht wird. Das ist ein Bärendienst, der auch ihnen erwiesen wurde.

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BVB-Fans gegen Abschaffung von Stadion-Stehplätzen

Herr Hrdlicka, Freitag, 25. Mai 2012, 18:35 @ Kruppi!

Ultras sind nicht Ultras. Ein Großteil von ihnen ist für anstrengende Choreographien verantwortlich.

Exakt das versuche ich mit dem Einstellen des "reviersport"-Artikels von soeben doch zu verdeutlichen. Meine Auswahl spricht doch Bände. Überlesen? Schade :-( :-( :-( !!!

Dabei sind es 'Ultras', die den Stadionbesuch zu einem 'Erlebnis' machen, wenn man es denn so nennen will. Mit unendlicher Mühe und immer auch beachtlicher Kreativität bringen sie Herzblut in eine größtenteils durch den Kommerz vollständig versiffte ehemalige Gegenwelt zur Mainstream-Unterhaltung. Sie sind das Salz in der Suppe. (…)

Sie mit Unruhestiftern, Schlägern und Säufern in einen Topf zu werfen, wird der Realität nicht gerecht. Sie in die aktuelle Debatte mit einzubeziehen, müssen diese Menschen als Gesichtsschlag empfinden. Sie zünden keine Bengalos oder stürmen grundlos Plätze, weil sie sich i.d.R. in dem Sport auskennen. Schlimm genug, dass ein paar Verblendete die Diskussion derartig anstacheln, so dass auch über die Stehplätze in Dortmund nachgedacht wird. Das ist ein Bärendienst, der auch ihnen erwiesen wurde.

Hier ein paar "Verblendete" - dort ein paar "Verpeilte" - und eben kein Pars pro toto ;-) !

Da rennst Du bei mir offene Scheunentore ein; denn nichts anderes versuche ich durch meine letzten Beiträge zu verdeutlichen. Ich habe die Seiten nicht gewechselt!

Gewiss meinst Du mit Deiner Kritik die bisherigen und lt. "11 Freunde" noch "geplanten" Sendebeiträge des folgenden Kalibers - und nicht etwa mein Posting: :-D

Sonntag, 27. Mai 2012, 21:45 Uhr, ARD
Talkshow: Günther Jauch
Thema: Pfiffe gegen Arjen Robben – Sind Fußballfans überhaupt Menschen?
Zu Gast: Harry Wijnvoord (Holland-Experte), Guildo Horn (Liebes-Experte), Manfred Amerell (Pfeifen-Experte), Brigitte Behrens (Greenpeace-Chefin und Robben-Expertin), Gunther von Hagens (Menschen-Experte)

Im Gasometer geht es um die grundsätzlichste aller Fragen: Gehören Fußballfans überhaupt zur Spezies Mensch? Das extreme Ausleben ihrer Urtriebe, der exzessive Genuss von Rauschmitteln, die grenzenlose Gewaltbereitschaft, diese hässliche Fratze der Fans stellt dies zumindest in Frage. In einer meinungsfreudigen Talkrunde agiert Günther Jauch einmal mehr als Vermittler zwischen den Fronten. Die These von Gunther von Hagens (»Fußballfans sind für meine Ausstellung im Grund unbrauchbar«) birgt Sprengstoff genug für eine hitzige Diskussion.

Montag, 28. Mai, 21:45 Uhr, ARD
Talkshow: Hart aber fair
Thema: Fußballtalkshows – Leitmedien einer vernebelten Fankultur?
Zu Gast: Kai Diekmann (Leitmedium-Experte), Edmund Stoiber (Fan-Experte), Fips Asmussen (Kultur-Experte), Der Faktencheck (Fakten-Experte)

Frank Plasberg hat Blut geleckt. Nach den durchweg positiven Kritiken an seinem ersten Fußballtalk will der kritische Journalist nachlegen. Diesmal holt er gleich zur Kollegenschelte aus. Doch im Laufe der Sendung zeigt sich, dass sich lediglich Grimme-Preisträger Fips Asmussen gut auf das Thema vorbereitet hat. Die nordische Frohnatur kontert die haarsträubenden Argumente der Law-and-Order-Fraktion mit markanten Gegenthesen. Heimlicher Gewinner des Abends: der Faktencheck.

Dienstag, 29. Mai, 22:45 Uhr, ARD
Talkshow: Menschen bei Maischberger
Thema: Die Schere geht zu – Verdienen Fans zu viel Geld?
Zu Gast: Robert Geissen (Geld-Experte), Britt Hagedorn (Soziologie-Expertin), Jimmy Blue Ochsenknecht ( – ), Stefan Effenberg (Fußball-Experte),

Sandra Maischberger ist kein Eisen zu heiß. Nachdem sie bereits alle 148.973 relevanten Fußballthemen in ihrer letzten Sendung abschließend geklärt hat, stellt sie nun die Frage nach dem Sozialneid im Fußballstadion. Multimillionär Robert Geissen poltert: »Wenn ich sehe, wie viele Fans sich heutzutage eine Dauerkarte leisten können, wird mir schlecht! Ich musste mein Leben lang ackern, um mir ein kleines bisschen Luxus leisten zu können. Diesen Schmarotzern fällt alles zu.« Spektakulär: Nach 44 Minuten meldet sich Jimmy Blue Ochsenknecht das erste Mal zu Wort und sagt: »Ist noch Schnaps da?«

"Mittwoch, 30. Mai, 22:45 Uhr, ARD
Talkshow: Anne Will
Thema: Scheiß Millionäre – Geht es um Fußball nur noch ums Geld?
Zu Gast: Wolfgang Schäuble (Finanz-Experte), Lothar Matthäus (Lifestyle-Experte)

Anne Will bittet zum Gigantenduell: In einer Diskussion auf aller höchstem Niveau greifen Wolfgang Schäuble und Lothar Matthäus auch die Thesen vom Maischberger-Talk auf. Rührendes Geständnis zum Schluss von Matthäus: »Manchmal habe ich das Gefühl, die Frauen wollen nur mein Geld!«

Sind Fußballfans überhaupt Menschen? :-D :-D - hier:

http://www.11freunde.de/bundesligen/153119/sind_fussballfans_ueberhaupt_menschen

Also, sind wir zwei beede doch völlig d'accord, lieber Kruppi!

SgG Herr Hrdlicka

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BVB-Fans gegen Abschaffung von Stadion-Stehplätzen

Herr Hrdlicka, Donnerstag, 24. Mai 2012, 21:45 @ Kruppi

Ach was sind sie empört - die Fans. Dann sollen sie sich auch so benehmen. Im Stadion und außerhalb.

Pars pro toto? Hm!?

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