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"Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?"

Herr Hrdlicka, Montag, 15. Juli 2013, 09:30

taz: Herr Küppersbusch, was war schlecht letzte Woche?

Friedrich Küppersbusch: Arschlöcher alle, Frauen doof, Ausländer pillepalle.

taz: Was wird besser in dieser?

F. K.: Nennt mich Küppersbushido. (…)

taz: Venezuela bietet Edward Snowden Asyl an. Sollte er dorthin?

F. K.: Solange Putin Tote wegen Steuerhinterziehung verurteilen lässt, kann Snowden sich jedenfalls auch in Moskau nicht wohlfühlen. Putins Menschenrechtsberater – das klingt ein bisschen nach „Helmut Kohls Diätassistent“ – wies auf das Rote Kreuz oder die UN-Flüchtlingshilfe hin, die Snowden „legalisieren“ sollten.

Mal abgesehen davon, dass Russen wie Amerikaner sich um die UN auch nicht scheren, deutet das schon in die Richtung, dass es künftig einen wenigstens theoretischen Ort für Manning, Assange, Snowden geben muss – wie jeder Kriegsverbrecher den etwa in Den Haag beanspruchen kann. Fairer Prozess, keine Todesstrafe, die Verfahrensbeteiligten wie hier die Obama-Regierung können nicht zugleich Richter sein. Man vergisst, dass Asyl schön wäre, doch noch stets völlig unangemessen ist.

taz: Die deutsche Politik präsentiert sich in der NSA-Affäre als Allianz aus Ahnungs- und Tatenlosigkeit. Überrascht Sie das?

F. K.: Nee, mit den Begriffen „vertrauensvolle, offene Gespräche“, „Industriespionage ausgeschlossen“ und „Balance zwischen Privatsphäre und Kampf gegen den Terror“ hätte man vorher Bingo spielen können. Zumal Merkel das Ergebnis der Reise Friedrichs vorher im Zeit-Interview bekannt gegeben hatte. Die Bürgerrechtsfraktion ist – siehe letzte Volkszählung – marginalisiert, die Wirtschaft hat die FDP sehr lieb, und Rot-Grün muss immer aufpassen, nicht beim Mitgemachthaben erwischt zu werden. (…)

taz: Mit seinem Werbespot zur Fußballeuropameisterschaft der Frauen hat sich das ZDF ins Abseits geschossen. Darin kickt eine Spielerin einen dreckigen Ball in eine Waschmaschine. Haben Sie dem ZDF solch einen schlechten Geschmack zugetraut?

F. K.: Ach ja. Bei Sky sitzen bei solchen Spielen ein paar Ritter der Schwafelrunde und lassen sich von Bulimiemädchen in Wickelgardine die Drinks reintragen. Die Frauen waren 2007 Welt-, 2009 Europameister. In einem Dokumentarspot würden sich also die Damen auf der Waschmaschine rekeln [tatsächlich “von Duden empfohlene Schreibung“, sieht merkwürdig aus, aber weiterhin bspw. “ich häk[e]le“, mäk[e]le – dagegen “ich merke[le]“ - H.R.] und sich ablachen, wie ein paar Nationalspieler den Ball nicht in die Waschküche bekämen. Ginge auch.

taz: Und was machen die Borussen?

F. K.: Henrikh Mkhitaryan – Rufname „Heno“, das scheint geklärt – „lernt Deutsch bei seinem Zimmergenossen Kevin Großkreutz“. Das wird klasse. FRAGEN: ANM, CAK, EA

http://www.taz.de/Die-Woche/!119849/
(Hervorh. H.R.)

Und @ Schwejk Josef ;-) :
http://www.taz.de/Jacques-Derridas-Geburtstag/!119825/

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"Wie geht es uns, Herr Küppersbusch?"

Schwejk, Montag, 15. Juli 2013, 10:50 @ Herr Hrdlicka

Bedankt, Herr Hrdlicka.

BTW: Wer an einem guten Überblick über Derrida und sein Verfahren der "Dekonstruktion" interessiert ist, dem sei der entsprechende Artikel
(S.87-98)in:

Jochen Hörisch: Theorie-Apotheke. Eine Handreichung zu den humanwissenschaftlichen Theorien der letzten fünfzig Jahre, einschließlich ihrer Wirkungen und Nebenwirkungen, Suhrkamp Taschenbuch 4152,

empfohlen.

Für mich: Buch des Jahres 2010. :-)

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