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Episode 6 Die Augen

Earl, Montag, 28. Oktober 2013, 01:02

Sie hat schöne Hände. Schlank, langgliedrig und von hervorstechenden Adern durchsetzt, die sonst Alte besitzen. Nur die Haut drumherum ist zart, jung und papiern schimmernd. Die Finger krümmen sich mal um den Arm, mal um das Weinglas. Diese Hand wird vielleicht mal ihre Nägel in deinen Rücken lustvoll pressen. Vielleicht wird sie aber auch deine Haare spitz streicheln, als wären sie Schimmeladern im Kühlschrank. Du ahnst noch nichts davon.
Sie ist zerbrechlich wie Frauen, die Klaus Mann in seinen Romanen beschreibt. Aber sie ist eine Frau. Du wirst es noch erfahren, wieviel Frau in ihr steckt. Du glaubst, sie zerbricht in jedem Augenblick in dem sie ihre Erinnerungen mit dir teilt. Erinnerungen, die schmerzen..

Ich sitze dir also gegenüber, endlich.. Ich habe mich so danach gesehnt dich zu sehen, deinen Atem zu spüren, in deine Augen zu sehen. Sie sind wie ein magischer See, in den ich springen möchte, der aber einen nicht mehr an die Oberfläche lässt. Ich ahne es. Deshalb wage ich es nicht in deine Augen zu schauen. Ich sehe weg. Sehe in das Bücherregal. Bevor ich in deinen Augen ersaufe, schaue ich auf Enzyklopädien, Romane aus der ZEIT-Reihe und selbst auf Hitlerbiographien. das Grauen ist jedoch unwiderstehlich. Ich muss wie ein kleines Kind immer wieder hinschauen und entsetzt das Bücherregal suchen. Es wird wohl der Tag kommen, an dem Hitler nicht weiterhelfen wird...

Der Besuch war längst überfällig, wie Obst im Spätsommer überreif. Ich habe mich auf sie gefreut, wie man sich auf eine Neueroberung freut. Vielleicht ein wenig unpersönlich aber aufrecht. Ich bin nun ein alter Sack, habe ein Desaster gegen Gladbach, eine Relegation gegen Fortuna Köln und ein Geophysik Studium hinter mich gebracht. Was also sollte mir noch passieren? In amourösen Dingen wähnte ich mich unangreifbar. Nach einer schmutzigen Scheidung gerüstet gegen Sympathie oder gar mehr. Vielleicht wäre Koitus drin gewesen. Ich habe mir sogar vorgenommen definitiv kein Arschloch zu sein.

Durch die Bulgaren hatte ich sogar die Ahnung, ich könnte Gefühle entwickeln. Aber ich musste vorsichtig sein. Sie war ja besonders. Besonders zerbrechlich. Das hat mich gereizt, natürlich - alles was für andere nicht erreichbar ist, reizt mich.

Da saßen wir nun vor dem Fingerfood. Und da ist mir aufgefallen, daß sie eine schöne Hand hat, wie Alte mit Adern durchsetzt aber mit zarter junger Haut, die papiern schimmert. Hände wie geboren um am Klavier Debussy zu geben.

Da saßen wir nun vor dem Fingerfood und sprachen über Kinder, die verloren sind, über Liebe, die tragisch und vergeblich aufgebracht wurde und über die Boshaftigkeit von Exfrauen. Und als ich in die Vollen greifen wollte, sah ich ihre Augen. Wie schottische Seen klar und tief. Sie riefen mich, wollten mich in sich einsaugen und verschlingen. Erst Hitler hat mich gerettet, der mich von dem Buchregal her angesprungen hat.

Das war der Abend an dem mich das Buchregal mehrfach gerettet hat. Ich bin irgendwann geflüchtet und wäre beinahe entkommen, wenn ich nichts die Blödheit besessen hätte, am nächsten Kreisverkehr anzuhalten und eine SMS zu schreiben, um das nächste Kapitel zu ermöglichen. . Dabei sagte sie, "Lauf, so weit du kannst".

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Episode 6 Die Augen

Herr Hrdlicka, Montag, 28. Oktober 2013, 06:25 @ Earl

“Time can't erase the memory of
These magic moments …”

Meinte ich nicht, einige der dezenten
“Einsprengsel“ so oder vergleichbar
hier im Forum vernommen zu haben,
wagte ich jetzt die kesse Frage:
“Von wem ist das?“ :-)

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Episode 6 Die Augen

Dammes @, Montag, 28. Oktober 2013, 07:53 @ Herr Hrdlicka

wagte ich jetzt die kesse Frage:
“Von wem ist das?“ :-)

Ich vermute mal keck, vom Earl himself;-)

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Episode 6 Die Augen

Herr Hrdlicka, Montag, 28. Oktober 2013, 20:15 @ Dammes

wagte ich jetzt die kesse Frage:
“Von wem ist das?“ :-)


Ich vermute mal keck, vom Earl himself;-)

Wegen der "dezenten Einsprengsel" hatte
ich exakt dieselbe Vermutung wie Du,
lieber Dammes!

Sorry, noch ganz unter dem Eindruck des
unter die Haut gehenden Textes habe ich
mich wohl etwas "verquer" ausgedrückt. ;-)

SgG nach Süddeutschland
Herr Hrdlicka

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Episode 6 Die Augen

Dammes @, Montag, 28. Oktober 2013, 20:50 @ Herr Hrdlicka

wagte ich jetzt die kesse Frage:
“Von wem ist das?“ :-)


Ich vermute mal keck, vom Earl himself;-)


Wegen der "dezenten Einsprengsel" hatte
ich exakt dieselbe Vermutung wie Du,
lieber Dammes!

Sorry, noch ganz unter dem Eindruck des
unter die Haut gehenden Textes habe ich
mich wohl etwas "verquer" ausgedrückt. ;-)

SgG nach Süddeutschland
Herr Hrdlicka

Nöö, ich verstehe Dich gut;-)

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Episode 2 Ein Versprechen

earl, Montag, 28. Oktober 2013, 16:53 @ Earl

Ich kann nicht viel über sie sagen. Ich erinnere mich immerhin an ihren Namen.

Der Italiener im Hafen ist semiedel. Manchmal reißt sie ein wenig heraus aus der Verkrampfung. Dann lockert sich mein Oberkörper auch ein wenig auf. Aber gut, daß das verpflichtende Essen irgendwann zu Ende ist.

Es ist der Abend eines Augusttages, der unter einer Hitzewaltze gelitten hat. Es kommt Wind auf, der aber nicht wirklich die Verkrampfung lösen kann. Wir gehen vorbei an den illuminierten Kunstwerkstätten, die Globalisierungsjunkies bedienen. Ein Kran und die Statue eines Werftarbeiters erfüllen die Erwartung an die malerische Szenerie. Die schrägen Gehry Bauten sind eine Sensation für die Augen, genau wie der Fernsehturm mit der futuristischen Uhr, die der zufällige Tourist sich erklären lassen muss.
Bis zur Altstadt schlendern wir nebeneinander und berühren uns nicht. Wir werden uns überhaupt nicht berühren - wir wissen es nur noch nicht so genau. Das tiefe Tuckern der Dieselmotoren der Rheinschiffe und die sich brechenden Lichter der futuristischen Uhr auf der Wasseroberfläche, die Hitze der Nacht, die nun zunehmend vom Wind gemildert wird, könnte man erfolgreich auf Internetplattformen vermarkten, die einsame Menschen zusammenbringen. So könnten Kinder gezeugt werden, die im Wonnemonat Mai geboren würden. Ich glaube, alle Maikinder sind in Wahrheit Hitzekinder des August.

Wir berühren uns nicht, werden es nicht tun, aber wir hätten es tun können, als der große Regen kam. Innerhalb von Sekunden war alles ein Fliessen des Wassers an der Brust, an den Oberschenkeln. Die Schuhe waren gefüllt mit Wasser. Ihr Haar fiel in dicken Strähnen, die das Wasser gebildet hat. Ein Kuss und wir hätten uns auf dem Rücksitz des Autos lieben können.

Vielleicht war es der Tod, der anklopfte, der diese Erleichterung der Hitze verhindert hat. Er grinste nur wenige Meter entfernt. Er schlich sich unmittelbar vor dem Regen an. Ich kenne nur herannahende Gewitter, wo man am zeitlichen Abstand des Donners vom Blitz die räumliche Entfernung abschätzen kann. An der Statue des Werftarbeiters glaubte ich einen Strich der Peitsche neben meinem Ohr zu vernehmen und wie ein Silvesterknaller traf der Blitz eine freie Fläche zwei Meter von uns entfernt. Unlogisch, dachte ich noch. Der Blitz sucht sich doch in dem Fall normalerweise den Menschen. Wir waren so dicht beieinander, daß es zwischen uns geknistert hätte, so feucht wie wir waren. Ein perfektes Motiv für das Cover eines AC/DC Tribute Albums.

Der Tod hat sich aber nur angekündigt, kurz den Hut gehoben, sich verbeugt und versprach wiederzukommen.

Der Blitzeinschlag hat ihr Gesicht beleuchtet. Dann kam der große Regen und wir rannten die wenigen Meter, die wir noch zu gehen hatten. Dieser kurze Anblick, die Nässe am Körper, der schnelle Atem vom Rennen - von der Angst - es hätte sich entladen können auf dem Rücksitz meines Autos. Wir hätten uns noch einige Male treffen können und nach einer endlosen Reihe von Peinlichkeiten hätten wir uns verabschiedet für immer.

Der Tod hat sich aber angekündigt. Vielleicht ist deswegen die Hitze des Augusts in den Gliedern verblieben. Wir sehen uns wieder, haben wir uns versprochen. Ein Rendezvous mit dem Tod wird es werden.

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Episode 2 Ein Versprechen

Dammes @, Montag, 28. Oktober 2013, 17:01 @ earl

Hamma!

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Episode 2 Ein Versprechen

herb, Montag, 28. Oktober 2013, 19:47 @ earl

Realität? Nur ein Kuss
Rendezvous mit dem Tod
Der Tod hat sich letzte Nacht
zu mir aufs Bett gesetzt
mir lächelnd aus seinen kalten
Augen zugezwinkert

Ich war doch sehr verwundert
fand ihn eigentlich
sehr höflich und ganz nett
Er fragte mich sogleich
ob ich ihn begleiten wolle

Ich war verwirrt
war mir so gar nicht sicher
ob meine Zeit
jetzt wirklich schon gekommen

Ich fragte ihn
wer ihn geschickt
wohin die Reise gehen solle
ob ich bei Nichtgefallen
auch umkehren könne?

Er zuckte enttäuscht
seine Schultern
und meinte nur
wer solche Fragen stelle
sei wohl noch nicht bereit
ihm zu folgen

Ich solle vorher
überdenken was ich wolle
bevor ich nach ihm rufe
denn seine Zeit sei kostbar
er habe alle Hände voll zu tun

Entrüstet und erbost
erwiderte ich
wie er auf den Gedanken komme
ich hätte ihn gerufen
und was das Ganze solle?

Etwas gereizt entgegnete er
ich müsse wissen
dass es vollauf genüge
sein Leben nicht zu lieben
um ihn damit zu rufen

Außerdem entnerve ihn
dass es in heut’gen Tagen
Mode sei ihn anzubeten
ohne ernsthaft nachzudenken

Er tue seit ew’gen Zeiten
nur was ihm aufgetragen
erfülle nur seine Pflicht
uns Menschen zu begleiten

Kaum hatte er es ausgesprochen
war er auch schon verschwunden
und ich saß wieder ganz alleine
mit offnem Mund auf meinem Bett

Ich muss noch hin und wieder
über seine Worte grübeln
doch denk ich mittlerweile
es wär’ das Beste
ich versuche
einfach nur zu leben!

Ich werde ihn schon früh genug
zur letzten Reise treffen

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Episode 2 Ein Versprechen

Herr Hrdlicka, Montag, 28. Oktober 2013, 23:07 @ earl

Ich kann nicht viel über sie sagen. Ich erinnere mich immerhin an ihren Namen.

Der Italiener im Hafen ist semiedel. Manchmal reißt sie ein wenig heraus aus der Verkrampfung. Dann lockert sich mein Oberkörper auch ein wenig auf. Aber gut, daß das verpflichtende Essen irgendwann zu Ende ist.

Es ist der Abend eines Augusttages, der unter einer Hitzewaltze gelitten hat. Es kommt Wind auf, der aber nicht wirklich die Verkrampfung lösen kann. Wir gehen vorbei an den illuminierten Kunstwerkstätten, die Globalisierungsjunkies bedienen. Ein Kran und die Statue eines Werftarbeiters erfüllen die Erwartung an die malerische Szenerie. Die schrägen Gehry Bauten sind eine Sensation für die Augen, genau wie der Fernsehturm mit der futuristischen Uhr, die der zufällige Tourist sich erklären lassen muss.
Bis zur Altstadt schlendern wir nebeneinander und berühren uns nicht. Wir werden uns überhaupt nicht berühren - wir wissen es nur noch nicht so genau. Das tiefe Tuckern der Dieselmotoren der Rheinschiffe und die sich brechenden Lichter der futuristischen Uhr auf der Wasseroberfläche, die Hitze der Nacht, die nun zunehmend vom Wind gemildert wird, könnte man erfolgreich auf Internetplattformen vermarkten, die einsame Menschen zusammenbringen. So könnten Kinder gezeugt werden, die im Wonnemonat Mai geboren würden. Ich glaube, alle Maikinder sind in Wahrheit Hitzekinder des August.

Wir berühren uns nicht, werden es nicht tun, aber wir hätten es tun können, als der große Regen kam. Innerhalb von Sekunden war alles ein Fliessen des Wassers an der Brust, an den Oberschenkeln. Die Schuhe waren gefüllt mit Wasser. Ihr Haar fiel in dicken Strähnen, die das Wasser gebildet hat. Ein Kuss und wir hätten uns auf dem Rücksitz des Autos lieben können.

Vielleicht war es der Tod, der anklopfte, der diese Erleichterung der Hitze verhindert hat. Er grinste nur wenige Meter entfernt. Er schlich sich unmittelbar vor dem Regen an. Ich kenne nur herannahende Gewitter, wo man am zeitlichen Abstand des Donners vom Blitz die räumliche Entfernung abschätzen kann. An der Statue des Werftarbeiters glaubte ich einen Strich der Peitsche neben meinem Ohr zu vernehmen und wie ein Silvesterknaller traf der Blitz eine freie Fläche zwei Meter von uns entfernt. Unlogisch, dachte ich noch. Der Blitz sucht sich doch in dem Fall normalerweise den Menschen. Wir waren so dicht beieinander, daß es zwischen uns geknistert hätte, so feucht wie wir waren. (...)

Vermutlich in der Nacht vom 2o. zum 21. November 1912:

“Es ist ja ein so schlimmes, schweres Leben, wie kann man auch einen Menschen mit bloßen geschriebenen Wor-
ten halten wollen, zum Halten sind die Hände da. Aber in dieser Hand habe ich die Deine, die ich zum Leben un-
bedingt nötig habe, nur drei Augenblicke lang halten dürfen, als ich ins Zimmer trat, als Du mir die Reise nach Palästina versprachst und als ich Narr Dich in den Aufzug steigen ließ. Darf ich Dich also küssen? Aber auf diesem kläglichen Papier? Ebensogut könnte ich das Fenster aufreißen und die Nachtluft küssen. Liebste, sei mir nicht böse! Ich verlange von Dir nichts anderes. Franz“

24. Dezember 1912:

“Schreien auf der Gasse und der Brücke, so ich eigentlich keinen Menschen sehe. Glockenläuten und Uhren-
schlagen), mich noch trostloser und vergrabener machten und die eigentliche Aufgabe meines Blickes das Herumwandern auf der Zimmerdecke schien, - dachte ich daran, wie froh ich sein muss, dass es das Unglück
will, dass ich nicht bei Dir bin. Ich müsste das Glück Deines Anblicks, das Glück des ersten Gespräches, das Glück, mein Gesicht in Deinem Schoß zu verstecken – ich müsste alles dies zu teuer bezahlen, ich müsste damit bezahlen, dass Du vor mir wegliefest, gewiss weinend wegliefest, denn Du bist die Güte, was aber würden mir die Tränen helfen. Und dürfte ich Dir nachlaufen? Dürfte gerade ich das tun, der Dir ergeben ich wie keiner? (…)
In Deinem letzten Brief steht ein Satz, Du schriebst ihn schon einmal, ich wohl auch: »Wir gehören unbedingt zusammen.« Das ist, Liebste, tausendfach wahr, ich hätte z.B. jetzt in den ersten Stunden des neuen Jahres keinen größern und keinen närrischeren Wunsch, als dass wir an den Handgelenken Deiner linken und meiner rechten Hand unlösbar zusammengebunden wären. Ich weiß nicht recht, warum mir das einfällt, vielleicht weil
vor mir ein Buch über die Französische Revolution mit Berichten von Zeitgenossen steht und weil es immerhin möglich ist - ohne dass ich es allerdings irgendwo gelesen oder gehört hätte -, dass einmal auf solche Weise zusammengebunden ein Paar zum Schafott geführt wurde. - Aber was läuft mir denn da alles durch den Kopf,
der übrigens heute gegen meinen armen Roman ganz und gar verschlossen war. Das macht die 13 in der neuen Jahreszahl. Aber die schönste 13 soll mich nicht hindern, Dich, meine Liebste, näher, näher, näher zu mir [zu] ziehn. Wo bist Du denn jetzt? Aus welcher Gesellschaft hebe ich Dich heraus? Franz

Vom 11. zum 12. II. 1913:

“(…) Kaum hast Du unsere Zusammenkunft in Berlin beschrieben, habe ich schon von ihr geträumt. Vielerlei, aber ich weiß kaum mehr etwas Deutliches darüber zu sagen, nur das allgemeine Gefühl, eine Mischung von Trauer und Glück habe ich noch von jenem Traum in mir. Wir gingen auch auf der Gasse spazieren; die Gegend ähnelte merk-
würdig dem Altstädter Ring in Prag, es war nach 6 Uhr abends (möglicherweise war dies die wirkliche Zeit des Traumes), wir gingen zwar nicht eingehängt, ab er wir waren einander noch näher, als wenn man eingehängt ist. Ach Gott, es ist schwer, auf dem Papier die Erfindung zu beschreiben, die ich gemacht hatte, um nicht einge-hängt, nicht auffällig und doch ganz nahe bei Dir zu sein, damals, als wir über den Graben gingen, hätte ich Dir zeigen können, nur dachten wir damals nicht daran. Du eiltest geradeaus ins Hotel, und ich stolperte zwei Schritte von Dir entfernt auf dem Trottoirrand vorwärts. Wie soll ich es also nur beschreiben, wie wir im Traum gegangen sind? Während beim bloßen Einhängen sich die Arme nur an zwei Stellen berühren und jeder einzelne seine Selbständigkeit behält, berühren sich unsere Schultern und die Arme liegen der ganzen Länge nach an-
einander (…) Franz“

Franz Kafka an Felice Bauer

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Episode 7 60 mpH

earl, Dienstag, 29. Oktober 2013, 12:07 @ Earl

I don't know if I told you, but I'm seeking sanctuary

Ich bin geflüchtet und doch stehen geblieben. Sie hat mich angeschaut, ihre Arme unsicher verschränkt, bereit zu weinen. Schlaksig habe ich sie umarmt und ging.

You'll never guess the things that I do

Wenn ich an ihrer Tür klinge, wird sie mich anschauen, ihre Arme unsicher verschränkt. Ich werde sie sanft lösen, in meine Arme nehmen, sie küssen und versprechen zurückzukommen. Ich werde die Debussy Hände leicht berühren und dann gehen.

I'll have the devil round for tea

Wenn ich an ihrer Tür klinge, wird sie mich anschauen, ihre Arme unsicher verschränkt. Ich werde sie sanft lösen, in meine Arme nehmen, sie küssen. Wir werden uns lieben. Am frühen Morgen werde ich mich davon schleichen. Ich werde ihr schreiben, dass ich wiederkomme.

Don't you know that I'm here beside you
Can't you see that I can't relax

Aber ich bin weiter gefahren. Der Abend war zu heilig, um etwas Gewöhnliches daraus zu machen.

When I saw you in my rearview
You could've stopped me in my tracks

Wir tranken irischen Whiskey, wir hörten sanfte Lieder aus dem Radio, eine langgezogene Feedback Sequenz einer Gitarre. Ich glaubte einen Sirenengesang zu vernehmen. They All Must Be Slaughtered. Unmerklich breiteten sich die Obertöne im Raum aus, dehnte ihn und eroberten ungeahnte Ecken. Kaum spürbar war die Steigung der Lautstärke. Die Obertonlandschaft chargierte als der Bass, die Kick und ein gedämpftes Crashbecken einen Hauch von Rhythmus pulsierten. Quälend langsam vollzog sich dieses Intro. Quälend lang vibrierte das fragile Konstrukt weiter. Der liebliche Gesang der Sirene wehte nun klar vernehmbar an mein Ohr.

Die Wolken brachen auf und die Sonne ergoss ihre Strahlen. Über den schottischen Seen erstrahlte eine Kathedrale aus Licht, nur geschaffen, um in meine Augen gespiegelt zu werden. Ich bin hineingesprungen um nie mehr aufzutauchen. Die Erde um die Seen fing an zu beben, rüttelte mich bis ins Mark. Striemen von papiern schimmernden Händen.

Why don't you run over here and rescue me?

Es gibt keinen Halt in dem Inferno. Ich will auch nicht halten, will mich hingeben der göttlichen Macht dieses Augenblicks. Er möge nie aufhören. Love is like jazz. The same song a million times in different ways.

Ich kann mich heute noch erinnern an ihr kaum spürbares Gewicht auf meinem Körper, an das Mal knapp über dem Hintern. Sie machte mir ihr Heiligstes zum Geschenk. Aber nichts ist mir stärker in Erinnerung geblieben als ihre Augen, in denen ich ertrunken bin und die Beben, die das begleiteten. A million times in different ways.

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Episode 7 60 mpH

Schwejk, Dienstag, 29. Oktober 2013, 12:27 @ earl

"Es gibt kein Land auf Erden, in dem nicht die Liebe Verliebte zu Dichtern macht." So Voltaire doch recht nüchtern/prosaisch.;-)

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Episode 7 60 mpH

Dammes @, Dienstag, 29. Oktober 2013, 12:53 @ earl

Weiter so Earl, gib alles;-)

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Episode 3 Augusthitze

earl, Dienstag, 29. Oktober 2013, 19:57 @ Earl

Es war der heißeste Tag des Jahres. Jede Bewegung in der Hitze kostete Überwindung und Kraft. Wir trafen uns im Kino. Es war nicht kühl, aber dunkel. Der perfekte Ort an diesem Tag, um ein Date zu inszenieren. Nach dem Abenteuer im Hafen bestand Aussicht auf körperliche Interaktion. Ich wollte nicht gestört werden, habe mein Handy stumm gestellt. Sie war gut gelaunt.

Ich lag halb in meinem Sitz, meine Hand nur Milimeter von ihren Schenkeln entfernt, die Hitze war deutlich an meinem Handrücken zu spüren. Aber etwas ließ meinen Arm verkrampfen.

Der Biergarten am Rhein war prall gefüllt, die Kellnerin schaffte es nicht mehr die Getränke rechtzeitig zu bringen. Meine Hand klammerte sich an eine Grapefruitschorle, die schwere Augusthitze machte mir zu schaffen. Ich schätzte ab, ob wir nun lang genug da saßen um gehen zu können. Ein Getränk noch, dann würde ich gehen, verärgert, daß ich diesen Tag so vergeudet habe. Nichts würde mir ihn jemals wiederbringen. Noch nicht einmal ein Blitz schlug ein. Der Ärger hörte nicht auf, bis ich zu Hause angekommen war.

Ein Blick auf das Handy hat alles geändert. Ein Anruf in Abwesenheit von K. Wir haben eine Weile nicht miteinander gesprochen. Wir haben uns gezofft. Nicht seriös, aber durchaus schmerzlich.
Der Anruf hat nun meine Laune deutlich gehoben, scheiß auf die blöden Frauengeschichten, scheiß auf den verschwendeten Tag. Ich sprach auf seine Mailbox, freudig erregt. Gab ihm Namen, die wir in Berlin ausgemacht haben und habe mich gefühlt, als ob der nächste Ausritt mit ihm ganz kurz bevorstehen würde.
Ich war wieder bereit meinen ganz normalen Alltag anzunehmen, also öffnete ich ein Bier, nahm einen Schluck und surfte das Fundament an. Die Nachricht stand schmucklos, informativ gehalten. Sie machte keinen Sinn. Ich verstand sie nicht.

Subjekt gefolgt von Prädikat. K. ist verstorben.

Für einen Augenblick dachte ich, das ginge doch nicht. Ich habe ihn doch gerade gesprochen, die alten Namen gegeben, die vertraut knappen Männerbotschaften ausgetauscht.
Die Augustschwüle machte meine Gedanken so langsam, wie meine Körperbewegungen über den Tag.
Du hast mit der Mailbox gesprochen, sagte ich mir. Du hast eine Maschine so vertraut angesprochen. Der Krampf hat die Kehle nun ganz gepackt und meine Brust gequetscht. Ich musste versuchen etwas zu lockern, um Sauerstoff in die Lungen zu bekommen.

Als ich im Kino saß, rang K. um sein Leben. Unser Streit würde sich nicht mehr auflösen lassen.

In Köln habe ich jahrelang in der Szene gearbeitet - den üblichen Kellnerjob mit anderen Musikern geteilt. Wir haben uns die Bühnen der Stadt geteilt, wir haben Poetry Slams in einem Boxring organisiert. In jeder Runde trat ein Dichter an, angekündigt von unserer Ringrichterin, die mit entblößtem Busen auch das Urteil verkündete.
Oder wir haben Parties mit DJs und Videoprojektionen organisiert an Orten, die Ruine hießen und zumindest Männern ein Pissrinne zur Erleichterung boten. Frauen mussten sich zu Dutzenden ein einziges Klo teilen. Die meisten von ihnen suchten irgendwo Alternativen.
Einmal sollen die Damen sich angeblich aus dem Fenster in den Hof erleichtert haben. Ich saß betrunken vor der Wohnungstür, als ein aufgebrachter Nachbar bewaffnet mit einer Pistole die Party stürmte.

Aber am liebsten legte ich Platten in einem komplett schwarz bemalten Laden, der mit Schwarzlicht ausgeleuchtet war, mit dem Namen L auf. Mein Freund Abel leitete ihn und gab mir neben Freigetränken auch eine kleine Gage. Die aufregendsten Frauen Kölns waren dort und machten mich jeden Freitag zum König der Nacht.

Abel verstarb innerhalb von wenigen Monaten. Auf der Beerdigung war ganz Köln auf den Beinen, alles, was etwas galt in der Kulturszene. Immerhin hat Abel seinen Sohn noch kurz lieben dürfen. Meinem Mitbewohner Peter war es nicht vergönnt. Der Krebs hat ihn so schnell verzehrt, daß er noch nicht einmal die Gelegenheit hatte sich zu verabschieden. Sein Sohn kam erst nach seinem Tod zur Welt. We can share the women, we can share the wine. Zwei Freunde innerhalb weniger Tage hat der Tod mir weggerissen.

Der Tod hat mich aus der Bahn katapultiert. Damals in Köln und später in Duisburg.

Ich bin ruhelos im Dreck von Duisburg herumgestreunt, bin zu den indischen Slums geflogen und in die verkoteten Straßen von Duisburg zurückgekehrt. Ich suchte nach Poetry Slams in Ruinen. Ich wollte mich nur noch betäuben.

Ich kann noch nicht einmal sagen, wo es war, aber auf einem dieser Streifzüge traf ich sie. Die Unterhaltung war entworfen, um als Oberflächlichkeit in den Reißwolf der Erinnerung zu gelangen. Ein oder zwei Sätze sind aber verunglückt und ich war seltsam berührt.

Die Einsamkeit der Duisburger Nacht wurde mir zum Vertrauten.

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Episode 3 Augusthitze

Dammes @, Dienstag, 29. Oktober 2013, 23:56 @ earl

Alter, Du hast es drauf!

Sensationell!!!

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Episode 1 Der Zauberberg

earl, Mittwoch, 30. Oktober 2013, 09:41 @ Earl

Wir sind auf dem Weg nach Berlin. Die Fahrt wird lang, ein Sieg ist nicht zu erwarten, aber wir lachen Tränen.

"Kennst du die Bleistiftszene aussem Zauberberg?". "Aber, ja". Er dreht sich während der Fahrt nach hinten und kramt eine dicke CD-Box - das Zauberberg Hörbuch. "Geil!".
Er trägt das geschnürte Retrotrikot, ich mein goldenes Internationales. Wofür brauchst du internationale Trikots? Um sich an die guten Zeiten zu erinnern.

Wir lauschen dem Sprecher. Wir sind schon im Osten, die Strecke ist halbwegs frei. Im Westen staute es sich elendig - wie immer freitags. Wir sind kurz nach Köln schon runter von der Eins, aber das bergische Land ist auch nicht wirklich frei. Anfangs sind wir beide massiv genervt davon. Er nimmt in Wuppertal eine rote Ampel mit und wird geblitzt. Das wirkt komischerweise beruhigend.

K. hört Musik, die ich sonst eher nicht höre. Jazz, Funk, Soul.

Jay Bee.

Motown ist geil. Und der Godfather of Soul ein unmenschlicher Tänzer.

Jay Bee.

Hip Hop ist unser gemeinsamer Playground. I'll House You der Jungle Brothers ein kleiner Streitpunkt.

Jay Bee.

Dann gibt es noch eine Witzfigur, die wir zwischen Bielefeld und Hannover mit allem erdenklichen Spott bedenken. Der Mann ist in den Tagen überall präsent. Frauen, die wir sonst lieben, lieben Jay Bee - zumindest in unseren Erzählungen.
Wir spotten über Frauen, die wir lieben - er spottet zärtlich, ich hämisch.

Irgendwo bei Braunschweig stehen wir wieder. Wir schweigen. Wir werden heute Abend einen Grappa trinken. Als im Osten endlich die Bahn etwas freier ist, haben wir beide keine Lust mehr auf Musik. Gert Westphal hat einen wundervollen Flow.

"Gern", sagte er. "Du musst ihn mir nach der Stunde aber bestimmt zurückgeben." Und zog sein Crayon aus der Tasche, ein versilbertes Crayon mit einem Ring, den man aufwärts schieben musste, damit der rot gefärbte Stift aus der Metallhülse wachse.

Wir brüllten vor Lachen. Gert Westphal sprach unverdrossen weiter als wir die obskursten Aspekte der Bleistiftleihe beleuchteten. Er sprach stoisch weiter, als Ruhe einkehrte. Als ich ganz allein für mich war, erreichte mich seine Stimme.

Allein dieser Sieg der Keuschheit sei nur ein Schein- und Pyrrhussieg, denn der Liebesbefehl lasse sich nicht knebeln, nicht vergewaltigen, die unterdrückte Liebe sei nicht tot, sie lebe, sie trachte im Dunkeln und Tiefgeheimen auch ferner sich zu erfüllen, sie durchbreche den Keuschheitsbann und erscheine wieder, wenn auch in verwandelter, unkenntlicher Gestalt.

Wir waren endlich in Berlin ganz kurz vor unserem Ziel. "Ich möchte heute Abend beim Grappa noch mit dir sprechen". Berlin wird K. festhalten und nie mehr loslassen.

Das sage ich Ihnen aber gleich: Ein Fall wie Ihrer heilt nicht von heute bis übermorgen, Reklameerfolge und Wunderkuren sind dabei nicht aufzuweisen.

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Ich muss...

Olli @, Dortmund, Freitag, 01. November 2013, 16:48 @ earl

... gerade an

- KPI
- Hamma, der Ar..
- 12 Apostel

denken.

Und an nen krummen Stock.

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Episode 4 Ein Scherz

earl, Mittwoch, 30. Oktober 2013, 14:21 @ Earl

Ich habe mich des flüchtigen humanen Augenblicks während meiner Duisburger Streifzüge erinnert und ihr eine SMS geschickt. "Die Stadt ist dreckig genug für uns beide". Doch sie wollte von Dreck nichts wissen.

Wochen vergingen, und sie schrieb mir über einen weiteren, kleinen Stich, den das Leben ihr zufügte. "Ich werde einen Whiskey auf dich trinken, heute nacht."

Wochen vergingen und ich beschloss, daß eine durchzechte Nacht zu zweit eine Abwechslung sein könnte. Keine Romanze, aber einfach mal wieder die eigene Stimme im Gespräch hören, Wiederworte vernehmen, sich für Augenblicke wie ein Mensch fühlen. Sie nahm an.

"Ready whenever you are" kam pünktlich zur verabredeten Zeit ihre SMS an. Kein Problem, bin in wenigen Augenblicken am anderen Ende der Stadt. High Voltage Music dröhnt aus den Lautsprechern. Der Speaker hämmert die Bässe präzise in die Magengrube, die Bahn ist frei, der Abend angerichtet. Ich weiss nicht mehr so recht, wie sie aussieht, aber ich weiß, daß es ein guter Abend wird.

Ein Anruf in Abwesenheit bei meiner Ankunft. Ein Anruf von ihr. Ich rufe kurz zurück. Sie kann mich nicht treffen. Der Tod hat ihr Wertvolles geraubt heute Abend und sie muss sich kümmern.

Es ist ein Scherz, den der Tod da macht. Er lässt zappeln und haut sich die Schenkel blutrot vor Freude.

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Episode 5 Die Bulgaren

earl, Mittwoch, 30. Oktober 2013, 19:57 @ Earl

Es ist mittlerweile November geworden. Die Sonne fällt auf die wenigen goldenbraunen Blätter. Das tiefe Tuckern der Dieselmotoren der Rheinschiffe wird von der Stahlpresse des Hüttenwerks übertönt. Abends ist das Panorama großartig bei Stahlanstich, das Feuer von Mordor von weitem zu sehen.

Es gibt sogar eine Kneipe am Rhein. Man erreicht sie über eine Stahltreppe nach hinten versetzt. Das Interieur ist aus dunklem Eichenholz. Die Hängeschränke hinter der Theke tragen Verzierungen. Die Fenster sind mit Lambrequins geschmückt. Hinter den schwer verglasten Türen der Hängeschränke wartet eine Batterie Underberg auf mich. Der alte Mann hinter der Theke trägt eine gelbe Krawatte und zapft hervorragendes Pils. Er hat freundliche Augen. Er erzählt von der Zeit, da neben seiner Kneipe noch sieben Weitere in Wanheim geöffnet hatten. Wenn ein Wirt in Urlaub ging, mussten die anderen die zusätzliche Last auffangen. Deswegen hat man untereinander die Urlaubsplanung abgestimmt.

Heute sind nur wenige Menschen da. Duisburg ist eine sterbende Stadt.

Zwei junge Männer bauen sich in der Kneipe auf. Sie tragen schwarze Koffer bei sich. Einer ist klein, muskulös und kahlgeschoren, der andere schlank, groß und trägt pechschwarzes Haar. Zwei schwarze Ringe zieren seine unbewegten Augen. Auch seine eingefallenen Wangen und Lippen zeigen keinerlei Rührung. Die beiden schauen sich kurz an und flüstern einander zu. Der mit den schwarzen Augenringen öffnet den Koffer und holt eine Klarinette raus, der andere eine Gitarre.

Die ersten Töne der Katjuscha ertönen - natürlich, wer solche Augen hat, muss slawisch, melancholisch veranlagt sein. Die Klarinette nimmt mich mit der Katjuscha in den Bann. Ich wähle Ihre Nummer, sage "Hör mal!" und halte das Handy in den Raum. Ich höre Ihr Schluchzen zu dem Lied. Podmoskownyje Wetschera. Jetzt erinnere ich mich. Es waren nicht die, aus dem Rahmen gefallenen Sätze, die mich berührten. Es war der flüchtige Blick, den ihre unruhigen Augen mir kurz zuwarfen. Ihr Schluchzen schnürt mir die Kehle zu. "Wir telefonieren gleich nochmal, OK?"

Das Publikum ist begeistert, der alte Mann mit Krawatte möchte die Musiker für ein Grillfest engagieren. Sie glauben, er will ihre bulgarischen Pässe sehen und verschwinden.

Wir haben uns nur einmal flüchtig gesehen. Ich wusste nicht mehr so genau, wie sie aussah. Aber die beiden verfluchten Bulgaren haben alles verändert.

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@Earl wegen Episoden

Dammes @, Mittwoch, 30. Oktober 2013, 22:20 @ earl

Sach ma, hast Du schon einen Verleger?

Solltest Du mal drüber nachdenken......

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@Earl wegen Episoden

earl, Samstag, 02. November 2013, 05:53 @ Dammes

Sach ma, hast Du schon einen Verleger?

Solltest Du mal drüber nachdenken......

Schlimm genug, dass ich euch damit penetriert habe :-)

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@Earl wegen Episoden

Dammes @, Samstag, 02. November 2013, 07:29 @ earl

Sach ma, hast Du schon einen Verleger?

Solltest Du mal drüber nachdenken......


Schlimm genug, dass ich euch damit penetriert habe :-)

Ganz im Gegenteil!

Außerdem war es eine Penetration der besonderen Art;-)

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No Country For Old Men

earl, Donnerstag, 31. Oktober 2013, 19:19 @ Earl

Ich kann meine Augen kaum aufhalten, aber es graut mich vor dem Bett.

Ein Grappa kann wirklich ein hervorragendes Getränk sein. Ich mag die barrique ausgebauten besonders gerne, aber es gibt milde, die wie Engelspippi auf der Zunge lieben.

"Here My Dear ist eine Abrechnung mit der Ex. Sie hat ihn bei der Trennung abgezockt ohne Ende. Wahrscheinlich konnte er sich nicht an sich halten."
"Das trägt man trotzdem nicht so in die Öffentlichkeit."
"Aber geil ist die Musik trotzdem. Und ich kann den Mann verstehen."

Wie ausgeglichen er wirkt. Manchmal poltert er allerdings immer noch los, wenn es um Menschen geht, die materielle Werte vor Menschlichkeit stellen. Er bringt dann den Hajnalfluch über Sie. Möge Gott ihn erhören.

Nach einer Weile beruhigt er sich und kann über sich lachen. Wir erzählen uns die Scheiße, die wir gebaut haben. Er bereut nichts, aber ein zwei Dinge würde er heute anders machen. Wir erzählen über unsere Frauen. Er zärtlich, ich berührt. Die Orte, an denen wir sie geliebt haben, sind leer.

Ich schenke nach als Fred Knittle sich zu uns setzt. Der Glanz seiner Augen erinnert mich an die Feuer von Mordor. Eine Stahlpresse erklingt von Weitem.

Lights will guide you home
And ignite your bones
And I will try to fix you

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